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Key Takeaways

Das Beste aus beiden Welten: Eine Hybrid-Cloud-Umgebung vereint die Sicherheit privater Clouds mit der Skalierbarkeit und den Ressourcen öffentlicher Clouds und bietet so eine flexible und effiziente Computing-Lösung.

Nahtloses Workload-Management: Hybride Clouds bieten eine einheitliche Plattform zur Verwaltung von Workloads über verschiedene Umgebungen hinweg und sorgen so für reibungslosere Abläufe und mehr Flexibilität bei der Ressourcennutzung.

Die Vorteile, die man nicht ignorieren kann: Die Vorteile hybrider Cloud-Systeme wie erhöhte Sicherheit, Flexibilität und Skalierbarkeit machen sie für Unternehmen, die nach effizienten IT-Lösungen suchen, besonders attraktiv.

Eine hybride Cloud-Umgebung verwaltet Workloads nahtlos über verschiedene Rechenumgebungen hinweg und kombiniert häufig eine private (lokale) Cloud mit einer öffentlichen (externen) Cloud. Und die Vorteile sind zu gut, um sie zu ignorieren — 92 % der Unternehmen setzen auf eine Multi-Cloud-Strategie oder planen deren Einführung. Das ist wirklich eine technologische Revolution!

Die Vorteile des Hybrid-Cloud-Computings sind vielfältig — dazu zählen bahnbrechende Möglichkeiten für Infrastrukturskalierung, agile Entwicklung und Kostenoptimierung.

In diesem Artikel erkläre ich, was eine Hybrid Cloud ist, wie sie funktioniert und welchen Mehrwert sie für Ihr Unternehmen bieten kann.

Was ist eine Hybrid Cloud?

Eine Hybrid Cloud, einschließlich hybrider Cloud-Speicherlösungen, kombiniert unterschiedliche Rechenressourcen, Speicherkapazitäten und Dienste von verschiedenen Standorten. Diese Standorte können öffentliche Clouds sein, auf die Sie über das Internet zugreifen, private Clouds, die exklusiv für Ihr Unternehmen bestimmt sind, sowie lokale Rechenzentren in Ihren eigenen Geschäftsräumen.

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Ziel des Hybrid-Cloud-Managements ist es, die Vorteile der jeweiligen Systeme zu kombinieren und ein reibungsloses Zusammenspiel zu ermöglichen. Durch diese Verbindung stehen Unternehmen leistungsstarke Werkzeuge zur Verfügung, die letztlich optimal zur Erreichung ihrer Geschäftsziele beitragen.

6 Vorteile der Hybrid Cloud

Lassen Sie uns die Bandbreite der Vorteile der Hybrid Cloud im Vergleich zu anderen Lösungen näher betrachten.

1. Skalierbarkeit

Die Skalierbarkeit einer Hybrid Cloud beschreibt die Fähigkeit der Infrastruktur, sich schnell und effizient an Schwankungen der Nachfrage anzupassen. Diese dynamische Natur der Cloud gewährleistet, dass das Unternehmen seine Ressourcen je nach aktuellem Bedarf flexibel erweitern oder reduzieren kann.

Skalierbarkeit entsteht insbesondere durch die Einbindung von öffentlichen Cloud-Anbietern in Ihr Netzwerk, da diese es ermöglichen, Ressourcen wie Speicher und Rechenleistung nahezu in Echtzeit und bedarfsgerecht hinzuzufügen oder zu entfernen.

Die beiden Hauptaspekte der Skalierbarkeit in einer Hybrid-Cloud-Umgebung sind:

Horizontale Skalierbarkeit

Horizontale Skalierbarkeit bedeutet das Hinzufügen oder Entfernen von Ressourcen (Servern, Speichern oder Rechenleistung) zur Infrastruktur, typischerweise durch das Bereitstellen zusätzlicher Instanzen von virtuellen Maschinen oder Containern.

Dieser Prozess ermöglicht es dem System, ein erhöhtes Verkehrs-, Workload- oder Speicheraufkommen zu bewältigen, ohne Leistungseinbußen oder Ausfallzeiten zu riskieren.

Vertikale Skalierbarkeit

Vertikale Skalierbarkeit hingegen meint die Aufrüstung bestehender Ressourcen innerhalb der Infrastruktur. Das kann beispielsweise das Erhöhen der Rechenleistung, des Arbeitsspeichers oder der Speicherkapazität einzelner Server oder virtueller Maschinen bedeuten.

Vertikale Skalierbarkeit ist besonders wichtig, um ressourcenintensive Anwendungen oder Datenbankmanagementsysteme mit hohem Leistungsbedarf zu unterstützen.

2. Kostenoptimierung

Eine Hybrid Cloud ist nicht nur für Geschäftskontinuität und Notfallwiederherstellung relevant — sie kann auch bei der Kostenoptimierung einen echten Unterschied machen. Folgende Aspekte sind hierbei besonders hilfreich:

Effiziente Ressourcennutzung und Kostenreduzierung

Weil eine Hybrid Cloud die Möglichkeit bietet, Ressourcen flexibel je nach aktuellem Bedarf zuzuweisen oder freizugeben, lassen sich Ressourcen leichter an die tatsächliche Nutzung anpassen.

Dies verhindert ein Überprovisionieren, wie es in lokalen Rechenzentren häufig vorkommt, da diese immer für Spitzenlasten und zukünftige Anforderungen ausgelegt sein müssen. Doch mehr Ressourcen zu haben, als gerade benötigt werden, führt zu Unterauslastung und unnötigen Kosten. Umgekehrt kann ein Ressourcenmangel zu Leistungseinbußen führen.

Automatisierungs- und Orchestrierungstools helfen Ihnen, die Ressourcennutzung zu optimieren, indem sie Ihre Hybrid-Cloud-Infrastruktur effektiv überwachen und verwalten.

Pay-as-you-go Preismodelle

Viele Cloud-Service-Anbieter bieten attraktive finanzielle Vorteile durch Pay-as-you-go-Preismodelle. Dies bedeutet, dass Sie nur für die tatsächlich genutzten Ressourcen und nur für die Nutzungsdauer bezahlen, ohne Vorab- oder Fixkosten.

Abhängig von Budget und Anforderungen können unterschiedliche Preismodelle wie On-Demand-, Reserved- oder Spot-Instanzen gewählt werden. Mit diesem Ansatz können Unternehmen:

  • Reduzierung der Investitionsausgaben (CapEx)
  • Optimierung der Ressourcennutzung
  • Reduzierung der Betriebsausgaben (OpEx)
  • Effektive Steuerung des Cashflows

Nehmen wir das Beispiel von BP, einem der weltweit führenden Energieunternehmen. Seit 2017 nutzt BP Azure als seine strategische hybride Cloud-Plattform. Das Unternehmen hat zahlreiche Anwendungen und Workloads in die Public Cloud migriert und gleichzeitig einige in der Private Cloud belassen.

Das Ergebnis? BP konnte seine IT-Kosten um bis zu 40 % senken und gleichzeitig seine Agilität, Skalierbarkeit und Sicherheit verbessern.

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3. Agilität

Die hybride Cloud unterstützt die agile Entwicklung, indem sie eine ideale Spielwiese für Entwickler bietet, um zu experimentieren, Innovationen zu schaffen und schnell zu iterieren. Die flexible hybride Infrastruktur ermöglicht es, Entwicklungs- und Testumgebungen rasch bereitzustellen, sodass Fehler schnell erkannt, daraus gelernt und Lösungen dynamisch weiterentwickelt werden können.

Die hybride Cloud schafft ideale Voraussetzungen für Continuous-Integration- und Continuous-Deployment-(CI/CD)-Pipelines, sodass neue Funktionen und Releases schneller integriert und bereitgestellt werden können.

Infrastructure as Code (IaC) erlaubt es, konsistente, reproduzierbare Umgebungen zu erstellen und Ressourcen automatisiert bereitzustellen und zu verwalten. Dadurch wird manueller Eingriff reduziert, was menschliche Fehler minimiert und wiederkehrende Aufgaben vereinfacht. So werden wertvolle Zeit und Ressourcen freigesetzt, die in Innovation und strategische Initiativen investiert werden können.

Dank dieser Kultur der Agilität und der unterstützenden Fähigkeiten der hybriden Cloud können Entwicklungsteams schneller und effizienter Mehrwert für Kunden schaffen. Kürzere Entwicklungszyklen bedeuten, dass Sie schneller auf Marktanforderungen reagieren und der Konkurrenz mit innovativen Produkten und Funktionen voraus bleiben können.

4. Verbesserte Leistung und Latenz

Ein weiterer wichtiger Vorteil der hybriden Cloud-Infrastruktur ist die Leistungssteigerung. Diese Vorteile ergeben sich aus dem einfachen Zugriff auf kritische Anwendungen und Daten sowie einer besseren Verteilung von Workloads über verschiedene Cloud-Umgebungen.

Durch strategisches Management der hybriden Cloud können Unternehmen latenzempfindliche Anwendungen näher an den Endnutzern oder Datenquellen bereitstellen.

Dies kann durch direkte Verbindungen (wie AWS Direct Connect oder Azure ExpressRoute) erreicht werden, die eine schnellere und unkompliziertere Verbindung zwischen privater und öffentlicher Cloud herstellen. Dedizierte Verbindungen sorgen für einen effizienten Datentransfer zwischen beiden Standorten und reduzieren Verzögerungen durch Netzwerkauslastung.

Das Hybrid-Cloud-Modell fördert außerdem Edge Computing und verteilte Cloud-Architekturen. Durch die Nutzung lokaler Datenverarbeitungs- und Speichermöglichkeiten ermöglicht dieser Ansatz Echtzeit-Datenanalysen und direkte Reaktionen auf Nutzeranfragen. Die Bereitstellung von Anwendungen am Netzwerkrand, also näher beim Endnutzer oder bei der Datenquelle, reduziert die Latenz erheblich und verbessert das Nutzererlebnis sowie die Anwendungsperformance.

5. Geschäftskontinuität und Notfallwiederherstellung

Einer der Vorteile der hybriden Cloud besteht darin, dass sie die Geschäftskontinuität und Notfallwiederherstellungs-(BCDR)-Fähigkeiten verbessert. BCDR umfasst proaktive Maßnahmen zum Schutz von Daten. Die eingebaute Redundanz in hybriden Cloud-Infrastrukturen ermöglicht es, sich im Falle von Zwischenfällen wie Naturkatastrophen, Cyberangriffen oder menschlichen Fehlern wieder zu erholen.

Hybrid cloud benefits: Using these environments for business continuity and disaster recovery

Studien zeigen, dass die Vorteile hybrider Clouds im Bereich BCDR die Kosten im Vergleich zu traditionellen Methoden um bis zu 50 % senken.

Einige Wege, wie die hybride Cloud BCDR verbessert:

  • Zusätzliche Redundanz- und Failover-Fähigkeiten. Fällt ein Teil des Systems aus, springt ein anderer Teil ein, sodass Anwendungen und Services verfügbar bleiben und performant arbeiten – selbst in Krisensituationen.
  • Automatisierung von Backup- und Notfallwiederherstellungsprozessen. Bei Störungen können Ihre Daten und Systeme somit schnell und einfach wiederhergestellt werden, ohne dass jemand manuell eingreifen oder komplizierte Abläufe einhalten muss.

Das ist eine sehr gute Nachricht für Unternehmen, denn so lassen sich Störungen besser vorbereiten, Assets schützen und Betriebskosten sparen.

6. Verbesserte Sicherheit und Compliance

In einer hybriden Cloud-Infrastruktur haben Unternehmen die volle Kontrolle darüber, wo ihre Daten gespeichert sind und wie diese verwaltet werden. Es können unterschiedliche Sicherheits- und Compliance-Mechanismen für verschiedene Assets und Netzwerkstandorte angewandt und Daten entsprechend ihres Schutzbedarfs getrennt werden.

Diese granulare Kontrolle ermöglicht es Unternehmen, ihre Daten entsprechend ihrer Relevanz und des erforderlichen Vertraulichkeitsgrads zu verwalten, was für die effektive Handhabung sensibler Kundendaten, Finanzunterlagen oder wertvollen geistigen Eigentums unerlässlich ist.

Beispielsweise kann es für Ihr Unternehmen sinnvoll sein, bestimmte Daten im Bereich der öffentlichen Cloud schnell verfügbar zu halten, während ausgewählte, sensible Datensätze auf lokalen Servern gespeichert werden, die bereits daraufhin geprüft wurden, ob sie die Compliance-Anforderungen Ihrer Branche erfüllen.

Eine Infografik, die die Vorteile der Hybrid Cloud in Bezug auf Sicherheit zeigt

Datenverschlüsselung und sichere Kommunikationskanäle spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle in hybriden Cloud-Sicherheitsarchitekturen. Fortschrittliche kryptografische Methoden können eingesetzt werden, um die Vertraulichkeit der Daten sowohl bei der Übertragung als auch bei der Speicherung sicherzustellen.

Sichere Zugriffsmethoden wie verschlüsselte virtuelle Netzwerke und private Verbindungen schützen vor unbefugtem Zugriff.

Datenanalyse und Erkenntnisse

Die Hybrid Cloud eignet sich hervorragend, um verschiedene Datensätze miteinander zu verknüpfen. Dadurch erhalten Unternehmen einen Gesamtüberblick über ihre Abläufe und Kunden. Ein umfassender Blick auf Ihre Geschäftsprozesse ermöglicht klügere Entscheidungen und verschafft Ihnen einen Wettbewerbsvorteil.

Hybride Cloud-Infrastrukturen bieten auch starke Möglichkeiten für Analysen in Echtzeit. Dies kann entscheidend für Geschäftsentscheidungen sein. Datenströme fließen heute so rasant, dass zeitnahe Reaktionen, um differenzierte Produkte anzubieten, Pflicht sind, um eine Vorreiterrolle zu behaupten.

Die Analysen und Erkenntnisse, die in der Hybrid Cloud verfügbar sind, helfen Unternehmen, schnell auf Veränderungen in den Marktgegebenheiten zu reagieren und ihre Strategien gezielt anzupassen.

So begann das multinationale Investmentunternehmen Deutsche Bank damit, eine Hybrid-Cloud-Technologie zur Datenanalyse einzusetzen, um aus ihren Daten verwertbare Erkenntnisse zu gewinnen. Das führte zu klügeren Geschäftsentscheidungen, optimierten Services und verbesserten Kundenerlebnissen.

Was sind die Komponenten einer Hybrid Cloud?

Eine Hybrid Cloud kombiniert Private Cloud, Public Cloud und lokale Infrastruktur und bietet das Beste aus allen Welten.

Vergleich zwischen öffentlichen und privaten Clouds im Kontext der Vorteile der Hybrid Cloud

Sie nutzt die Stärken der jeweiligen Komponenten, sodass Unternehmen von der Skalierbarkeit und Kosteneffizienz der öffentlichen Cloud profitieren können, während sie gleichzeitig eine differenzierte Steuerung der Infrastrukturkonfiguration und des Schutzes sensibler Daten in privaten Umgebungen behalten.

Private Cloud-Infrastruktur

Eine Private Cloud-Infrastruktur ist ein Cloud-Computing-Modell, das ausschließlich für ein einziges Unternehmen konzipiert ist. Dadurch ist garantiert, dass nur die Organisation Zugriff auf ihre Ressourcen hat, was eine erhöhte Sicherheit, Privatsphäre und Anpassungsmöglichkeiten bietet.

Wie andere Cloud-Umgebungen basiert auch die Private Cloud auf Technologien wie Virtualisierung, Automatisierung und Self-Service-Portalen. Im Gegensatz zur Public Cloud, bei der sich mehrere Kunden Ressourcen teilen, ist die Private Cloud jedoch isoliert und unter vollständiger Kontrolle der Organisation.

Die Private Cloud-Infrastruktur kann entweder vor Ort im eigenen Rechenzentrum oder extern in angemieteten oder gepachteten Einrichtungen umgesetzt werden. Die Organisation kann entscheiden, ob sie die Infrastruktur selbst betreiben oder das Management an einen Dienstleister auslagern möchte.

Die Vorteile der Private-Cloud-Infrastruktur umfassen:

  • Einhaltung gesetzlicher Vorschriften für sensible Daten
  • Bessere Leistung und Verfügbarkeit durch exklusive Ressourcennutzung
  • Möglichkeit, die Umgebung passgenau auf die Bedürfnisse des Unternehmens zuzuschneiden

Zu den Herausforderungen zählen höhere Kosten und Komplexität im Vergleich zu öffentlichen Clouds sowie eine begrenzte Skalierbarkeit und Flexibilität, was eine sorgfältige Kapazitätsplanung für Spitzenzeiten notwendig macht.

Public Cloud-Infrastrukturen

Public Cloud-Infrastrukturen sind Cloud-Computing-Umgebungen, die von Drittanbietern über das Internet bereitgestellt werden.

Diese geteilten Umgebungen dienen mehreren Organisationen und Einzelpersonen und bieten verschiedene Dienste wie Softwareanwendungen, virtuelle Maschinen und Entwicklungsplattformen. Nutzer können auf diese Dienste kostenlos oder gegen nutzungsabhängige Bezahlung zugreifen, während der Anbieter Rechenzentren, Hardware und Netzwerkkonnektivität verwaltet.

Sie funktionieren über unterschiedliche Servicemodelle:

  • Infrastructure-as-a-Service (IaaS):

Nutzer können nach Bedarf auf grundlegende Rechen-, Netzwerk- und Speicherressourcen zugreifen. Sie haben die Flexibilität, eigene virtuelle Maschinen und Anwendungen auf der Infrastruktur des Anbieters zu erstellen und zu betreiben.

Beispiele sind Amazon Web Services, Microsoft Azure, Google Compute Platform und IBM Cloud.

Nutzer erhalten Zugang zu Entwicklungsumgebungen, die mit Werkzeugen, Bibliotheken und Frameworks für die Erstellung und Bereitstellung cloudbasierter Anwendungen ausgestattet sind.

Dadurch können sich die Nutzer auf ihren Code konzentrieren, ohne sich um die Verwaltung der zugrundeliegenden Infrastruktur oder Plattform kümmern zu müssen. Anbieter wie Google App Engine, IBM Cloud Foundry, Microsoft Azure App Service und Heroku bieten PaaS-Lösungen an.

  • Software-as-a-Service (SaaS):

Sofort einsatzbereite Softwareanwendungen sind in der Cloud verfügbar und können über Webbrowser oder mobile Apps aufgerufen werden. Nutzer profitieren von den Funktionen und Leistungen, ohne sich um Installation oder Wartung kümmern zu müssen.

Beispiele sind Google Workspace, Microsoft Office 365, Salesforce und Zoom.

Öffentliche Cloud-Infrastrukturen bieten zahlreiche Vorteile wie Skalierbarkeit und Zugang zu innovativen Technologien. Allerdings ergeben sich daraus auch Herausforderungen wie erhöhte Systemkomplexität und eine größere potenzielle Angriffsfläche. Dies kann einen deutlich höheren Arbeitsaufwand und eine steilere Lernkurve bedeuten, um Sicherheitsrisiken zu minimieren, Datenschutzbedenken zu begegnen sowie Compliance-Anforderungen und regulatorische Vorgaben zu erfüllen.

Lokale Infrastrukturen (On-Premises)

On-Premises-Infrastrukturen sind IT-Infrastrukturen, die sich standortgebunden am Unternehmenssitz befinden. Das bedeutet, dass das Unternehmen die Hardware, Software und Netzwerkressourcen selbst besitzt und verwaltet, die seine IT-Operationen unterstützen. Das Unternehmen kann die On-Premises-Infrastruktur entweder selbst betreuen oder einen externen Dienstleister beauftragen.

Viele Unternehmen behalten einige lokale Systeme bei, selbst wenn sie andere Prozesse in die Cloud verlagern.

Einige Vorteile von On-Premises-Infrastrukturen sind:

  • Kostenvorteil. Für Anwendungen, die nicht von Cloud-Hosting profitieren, kann es sinnvoller sein, die bestehende Infrastruktur zu nutzen, anstatt für etwas Neues zu bezahlen.
  • Compliance und regulatorische Einhaltung. Die Einhaltung vorgeschriebener Sicherheitsstandards mag in einer vertrauten und bereits zertifizierten lokalen Infrastruktur einfacher sein. Unternehmen müssen Daten eventuell aus Gründen der Datensouveränität bestimmter Regionen und Branchen lokal speichern.
  • Individualisierung. Ein Unternehmen kann die eigene Infrastruktur flexibel an spezifische Anforderungen anpassen und jede gewünschte Software oder Hardware verwenden.

Einige Herausforderungen von On-Premises-Infrastrukturen sind:

  • Sie erfordern mehr Kapital- und Betriebsausgaben, da das Unternehmen in die Hardware- und Software-Ressourcen investieren und diese warten muss.
  • Sie benötigen mehr technisches Fachwissen und Personal, da das Unternehmen die Infrastruktur verwalten und aktualisieren muss.

Hybride Cloud-Sicherheit

Die Aufrechterhaltung der Sicherheit in einer hybriden Cloud kann komplexer sein als der Schutz herkömmlicher Netzwerke, da es darum geht, Informationen, Programme und Systeme über eine immer vielfältigere Gruppe verteilter Komponenten hinweg zu schützen.

Komponenten der hybriden Cloud-Sicherheit

Zu den wichtigsten Komponenten der hybriden Cloud-Sicherheit gehören:

Physische Sicherheit

Um die Sicherheit der lokalen Komponenten Ihrer hybriden Cloud zu gewährleisten, können Sie physische Schutzmaßnahmen wie Schlösser, Sicherheitskräfte, Überwachungskameras und sogar biometrische Systeme einsetzen. Diese können den Zugang zu Servern, Netzwerken und Speichersystemen kontrollieren.

Für öffentliche Cloud-Dienste empfiehlt es sich, einen seriösen und qualifizierten Anbieter zu wählen, der sich um die physische Sicherheit kümmert. Er sollte hohe Sicherheitsstandards einhalten und strenge Protokolle beachten, die unbefugten Zugriff, Diebstahl und Beschädigung der Geräte, auf denen Ihre Dienste laufen, zuverlässig verhindern.

Technische Sicherheit

Technische Sicherheitsmaßnahmen werden eingesetzt, um schädliche Cyberangriffe, Datenpannen und Malware-Infektionen sowie weitere Bedrohungen zu verhindern, die wesentliche Aspekte wie Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Ressourcen beeinträchtigen könnten. Cloud-Sicherheits-Tools wie Firewalls, Anti-Malware-Schutz und kontinuierliches automatisiertes Monitoring können zu diesen Zwecken eingesetzt werden.

Administrative Sicherheit

Administrative Sicherheit sorgt durch die Durchsetzung von Richtlinien und Regeln für einen systematischen Ablauf. Dazu gehören die regelmäßige Überwachung der Einhaltung von Compliance- und Governance-Praktiken sowie fortlaufende Überprüfungen und Audits des Sicherheitsstatus hybrider Cloud-Umgebungen.

3 Herausforderungen der Hybrid-Cloud-Sicherheit

Sie sollten wissen, dass eine Hybrid-Cloud zusätzliche Sicherheitsherausforderungen mit sich bringen kann. Im Vergleich zu vollständig lokalen Netzwerken besitzt eine Hybrid-Cloud-Infrastruktur eine größere potenzielle Angriffsfläche, deren Konturen sich ständig ändern. Und da Cloud-Infrastrukturen komplex, flexibel und elastisch sind, sind herkömmliche Netzwerksicherheits-Tools in der Regel nicht geeignet, moderne hybride Netzwerke abzusichern.

Suchen Sie nach einem Cloud-nativen Sicherheits-Tool, das Sichtbarkeit, Schutz und Sicherheitskontrollen im gesamten Netzwerk bietet – einschließlich öffentlicher und privater Komponenten.

Im Folgenden finden Sie einige Herausforderungen der Cloud-Sicherheit, auf die Sie achten sollten – einschließlich Ursachen, Auswirkungen und Beispielen.

1. Datenpannen

Unbefugter Zugriff oder Diebstahl kann aufgrund absichtlicher Angriffe oder menschlicher Fehler auftreten, die zur Offenlegung sensibler Daten führen. Die Komplexität von Cloud-Infrastrukturen schafft zusätzliche Möglichkeiten für Übersehen oder Fehlkonfigurationen, deshalb ist es wichtig, die eigene Sicherheitslage zu stärken und robuste, Cloud-native Sicherheits-Tools einzusetzen.

Datenpannen können finanzielle Verluste, rechtliche Konsequenzen, Reputationsschäden oder den Verlust von Kunden nach sich ziehen. Zum Beispiel erlebte Capital One im Jahr 2019 eine  Datenpanne, die mehr als 100 Millionen Personen betraf – sowohl Kunden als auch Antragsteller, deren Daten bei AWS gespeichert wurden.

Die zehn wichtigsten von Amazon Web Services (AWS) bereitgestellten Dienste mit den höchsten Fehlkonfigurationsraten

2. Compliance-Probleme

Compliance betrifft Cloud-Infrastrukturen hinsichtlich der Einhaltung von Branchenvorschriften, gesetzlichen Anforderungen und Datenschutzstandards.

Während hybride Infrastrukturen dank Skalierbarkeit und Flexibilität besser auf veränderte Compliance-Anforderungen reagieren können, gibt es trotzdem zahlreiche Compliance-Herausforderungen, die speziell bei Hybrid-Cloud-Umgebungen auftreten – unter anderem:

  • Datenhoheit: Compliance-Vorgaben verlangen oft, dass Daten innerhalb bestimmter geografischer Grenzen bleiben. Das erschwert die Verwaltung von Daten über verschiedene Cloud-Anbieter und lokale Standorte hinweg.
  • Sichtbarkeit und Kontrolle: Die Überwachung und Sicherstellung der Compliance über hybride Cloud-Umgebungen hinweg kann komplex sein, da Daten und Anwendungen auf verschiedenen Plattformen und Diensten verteilt sind.
  • Multi-Cloud-Komplexität: Die Nutzung mehrerer Cloud-Anbieter kann zu unterschiedlichen Compliance-Standards führen, was die einheitliche Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen und Nachweiserbringung erschwert.
  • Identity and Access Management (IAM): Einen einheitlichen Ansatz für Identitäts- und Zugriffsmanagement umzusetzen wird komplizierter, insbesondere wenn Cloud-basierte und lokale Systeme integriert werden.

3. Risiken durch Anbieter

Hybride Cloud-Sicherheit umfasst auch potenzielle Risiken durch Anbieter. Obwohl die meisten Public-Cloud-Anbieter einen ausgezeichneten Ruf in puncto Sicherheit haben, können ihnen Fehler unterlaufen – und Sie sollten sich bewusst machen, dass Sie einen Teil Ihrer Sicherheitskontrolle an einen Drittanbieter auslagern.

Sie sollten ebenfalls wissen, dass die Sicherheit in hybriden Cloud-Umgebungen eine gemeinsame Verantwortung ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass Google oder AWS alles für Sie erledigen. In der Regel sind die Kunden für die Sicherung der Anwendungsebenen verantwortlich, während die Anbieter ihre eigene Infrastruktur absichern.

Best Practices für die Sicherheit in hybriden Cloud-Umgebungen

Die Umsetzung von Best Practices in Ihrer Hybrid-Cloud hilft Ihnen dabei, sensible Daten zu schützen, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sicherzustellen und die allgemeine Sicherheit zu verbessern.

Die zwei wichtigsten Best Practices in der Sicherheit hybrider Clouds sind Verschlüsselung und Segmentierung.

Verschlüsselung

Sie spielt eine entscheidende Rolle beim Schutz von Daten sowohl während der Übertragung als auch im Ruhezustand. Sie bietet zahlreiche Vorteile, darunter Vertraulichkeit, Datenintegrität und Compliance.

Durch die Verschlüsselung von Daten fügen Unternehmen eine weitere Datenschicht hinzu, die sensible Informationen auch im Falle eines unbefugten Zugriffs schützen kann.

Eine Infografik, die die besten Methoden für das Management der Verschlüsselung in der Hybrid-Cloud zeigt

Für eine effektive Umsetzung der Verschlüsselung sollten Unternehmen die passende Verschlüsselungsmethode entsprechend der Daten-Sensibilität wählen. Möglichkeiten sind symmetrische, asymmetrische oder homomorphe Verschlüsselung, die jeweils für unterschiedliche Anwendungsfälle geeignet sind.

Segmentierung

Segmentierung ist eine weitere entscheidende Best Practice in der Hybrid-Cloud-Sicherheit. Dabei werden Netzwerke oder Ressourcen in isolierte Segmente unterteilt, um die Angriffsfläche zu reduzieren und die laterale Bewegung von Angreifern zu verhindern.

Sie bietet verbesserte Performance, erhöhte Compliance und eine höhere Widerstandsfähigkeit des Netzwerks. Unternehmen können je nach ihren spezifischen Anforderungen und der Komplexität zwischen verschiedenen Segmentierungsmodellen wählen, wie z. B. Netzwerksegmentierung oder Applikationssegmentierung.

Die Umsetzung der Segmentierung umfasst in der Regel:

  • Festlegung des Segmentierungsmodells
  • Einrichtung sicherer Netzwerkgrenzen
  • Implementierung angemessener Zugriffskontrollen und Richtlinien für jedes Segment

Dies garantiert, dass Ressourcen angemessen isoliert sind und Sicherheitsmaßnahmen gemäß den Anforderungen jedes Segments angewendet werden.

Ist die Hybrid Cloud das Richtige für Sie?

Wie bereits erläutert, bietet die Hybrid Cloud den einzigartigen Vorteil, die Sicherheit und Kontrolle einer Private Cloud mit der Effizienz und Skalierbarkeit einer Public Cloud zu vereinen.

Vor einer Umstellung auf die Hybrid Cloud müssen jedoch mehrere wichtige Faktoren berücksichtigt werden.

Migration

Langfristig erzielen viele Unternehmen nach der Cloud-Migration Einsparungen durch gestiegene Effizienz. Allerdings sind erhebliche Anfangsinvestitionen in Bezug auf Zeit und Aufwand erforderlich, um die Cloud-Transformation durchzuführen.

Es können Kompatibilitätsprobleme mit Anbietern auftreten, Strategie und Planung benötigen Zeit, Datenmigration erfordert technisches Fachwissen, und Teams müssen sich für neue Arbeitsabläufe und Werkzeuge möglicherweise weiterbilden. Stillstandzeiten und zusätzliche Betriebskosten können sich ebenfalls summieren.

Integration

Um Cloud-Ressourcen mit bestehenden Ressourcen bereitzustellen, müssen die unterschiedlichen Komponenten des Systems integriert werden. Es stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um Daten und Anwendungen nahtlos über verschiedene Plattformen hinweg zu verbinden – darunter Virtual Private Networks (VPNs), Gateways und Application Programming Interfaces (APIs).

Idealerweise können Sie Ihre Cloud-Konfiguration individuell anpassen, um Ihren Anforderungen für die Synchronisierung zwischen Netzwerkstandorten, Datenverwaltung und die effiziente Bereitstellung von Anwendungen optimal zu entsprechen.

Geschwindigkeit

Dank optimierter Infrastruktur durch Einsatz von Edge-Computing-Methoden kann die Geschwindigkeit in der Hybrid Cloud oftmals verbessert werden. Indem Rechenleistung und Datenspeicherung näher an den Ort des Bedarfs gebracht werden – egal ob bei Geräten, Sensoren oder Nutzern –, kann die Latenz deutlich gesenkt werden. Diese Verbesserung der Reaktionszeit wirkt sich letztlich positiv auf das Nutzererlebnis aus.

Doch je nach Geschäftsablauf kann die Performance für Endanwender einen höheren oder geringeren Stellenwert haben. In manchen Fällen lohnt es sich nicht, On-Premise-Anwendungen in die Cloud zu migrieren, wenn sie sehr leistungs- und datenintensiv sind und hauptsächlich intern genutzt werden.

Komplexität

Auch wenn das Hybrid-Cloud-Modell zahlreiche Vorteile mit sich bringt, so geht es doch mit einer erhöhten Komplexität einher, da verschiedene Plattformen und Technologien innerhalb der IT-Landschaft verwaltet werden müssen.

Fazit

Hybrides Cloud-Computing bietet Unternehmen eine hervorragende Möglichkeit, die Vorteile sowohl öffentlicher als auch privater Clouds zu nutzen – einschließlich Kostenoptimierung, mehr Agilität und Skalierbarkeit, besserer Performance und reduzierter Latenz.

Unternehmen können durch die Einführung der hybriden Cloud-Lösung größere Flexibilität und Effizienz erreichen. Dabei gilt es jedoch, die Herausforderungen und Risiken zu berücksichtigen. Es wäre naiv zu glauben, dass eine so umfassende Transformation ohne Hindernisse und Investition von Zeit und Energie zu bewältigen ist. Wer jedoch Best Practices beachtet, kann die Herausforderungen minimieren und das volle Potenzial dieses innovativen Ansatzes ausschöpfen.

Es gibt unzählige Cloud-Ressourcen, um mehr zu erfahren, darunter Podcasts über Cloud Computing, Konferenzen und Kurse.

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