IT-Systeme sind komplexer denn je, und die Summe, die Unternehmen jedes Jahr in sie investieren, erreicht Rekordhöhen. Unternehmen können es sich deshalb nicht leisten, die Bedeutung einer stets aktuellen Infrastruktur zu unterschätzen. Infrastruktur-Monitoring ist Ihre Geheimwaffe, um unerwartete Ausfälle, Leistungseinbußen oder Sicherheitslücken zu vermeiden.
Verwalten Sie lokale Server, Cloud-Umgebungen oder einen hybriden Aufbau? Sie benötigen einen Prozess, mit dem Sie Ihre Systeme, Netzwerke und Dienste in Echtzeit überwachen und analysieren, um sicherzustellen, dass alles effizient läuft.
In diesem vollständigen Leitfaden zum Infrastruktur-Monitoring erfahren Sie, wie Sie Ihre gesamte IT-Landschaft – von der Hardware bis zur Software – im Blick behalten und mögliche Probleme erkennen, bevor sie Ihr Geschäft beeinträchtigen. Ich stelle Ihnen die wichtigsten Tools und Best Practices für die Einrichtung eines robusten Monitoringsystems vor und gehe auf einige Herausforderungen ein, mit denen IT-Verantwortliche konfrontiert sind, etwa das Management der riesigen Datenmengen oder die Integration des Monitorings über mehrere Plattformen hinweg. Ich habe Tipps für Sie, um auch solche Hürden zu meistern.
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Was ist Infrastruktur-Monitoring?
Infrastruktur-Monitoring überwacht und sammelt Kennzahlen über digitale Systeme wie Server, virtuelle Maschinen, Container und Datenbanken. Es verfolgt Werte wie Betriebszeit, Leistung und Ressourcennutzung, um Erkenntnisse zu liefern, die operative Entscheidungen im Backend beeinflussen.
Die meisten Infrastruktur-Monitoring-Tools, die ich im Laufe der Jahre genutzt habe, visualisieren die erfassten Metriken mit Funktionen wie Grafiken und Diagrammen. Das macht es einfacher, Aktivitäten im Zeitverlauf zu interpretieren und Trends zu erkennen.
Wie funktioniert Infrastruktur-Monitoring?
Bevor Sie loslegen können, müssen Sie das von Ihnen gewählte Monitoring-Tool in Ihr System integrieren. Die Vorgehensweise unterscheidet sich je nach Art des gewünschten Monitorings, wie Sie später in diesem Artikel sehen werden. Wenden Sie sich an Ihren Anbieter für eine Einstiegshilfe.
Sobald das System läuft, können Sie damit die drei wichtigsten Schichten Ihrer IT-Infrastruktur überwachen:

- Hardware: Diese Ebene umfasst die physischen Infrastrukturkomponenten wie Prozessoren, Speicher und Speichergeräte
- Betriebssystem: Das Betriebssystem ist das Bindeglied zwischen Hardware- und Applikationsebene eines Technologie-Stacks
- Applikation: Diese Schicht beinhaltet Software, die Geschäftsabläufe steuert
Der allgemeine Ablauf, nach dem ein IT-Infrastruktur-Monitor arbeitet, umfasst folgende Schritte:
- Erkennung: Das Monitoring-Tool scannt Ihre Infrastruktur, um alle Komponenten in den drei Ebenen des Technologie-Stacks zu lokalisieren, für die es zuständig ist.
- Abbildung: Dann werden alle Abhängigkeiten und Standorte der Komponenten identifiziert und vermerkt.
- Erhebung: Monitore verbringen meist den Großteil der Zeit damit, Daten der erkannten Komponenten zu sammeln, darunter Anwendungsprotokolle und Metriken wie Leistung. Je nach Art des Monitorings sind dabei oft auch Fehler und Schwachstellen im Fokus.
- Analyse: Das Tool wertet die gesammelten Daten aus, entweder automatisch oder indem es dem Benutzer dafür Werkzeuge bereitstellt – Visualisierungen gehören normalerweise zum Standard.
- Sichtbarkeit: Das Ziel jedes Monitoring-Systems ist es, eine vollständige Beobachtbarkeit der IT-Infrastruktur zu schaffen. Auf diesen Zustand arbeiten Sie mit allen bisherigen Schritten hin.
All diese Schritte sind fortlaufende Prozesse – selbst die, die ich hier als Teil der Einrichtung genannt habe. Sie laufen oft parallel ab, denn je mehr Ihre Infrastruktur wächst, desto besser muss sich das Monitoring darauf einstellen, Ihnen optimale Übersicht zu bieten.
Welche Funktionen bietet Infrastruktur-Monitoring?
Zu den wichtigsten Funktionen von Infrastruktur-Monitoring-Tools gehören:
- Protokollverwaltung und Telemetrie: IT-Infrastruktur-Überwachungstools sollten es ermöglichen, verschiedene Metriken und Statistiken aus unterschiedlichen Quellen zu sammeln und diese zentral an einem Ort zu bündeln, auf den Sie zugreifen können.
- Visualisierung: Selbst bei einer kleinen IT-Systemumgebung fallen nahezu immer große Datenmengen an. Die Fähigkeit, diese Daten beispielsweise als Diagramme, Grafiken oder Heatmaps zu visualisieren, erleichtert es, Informationen daraus zu extrahieren.
- Analytik: Diese Funktion ergänzt die Visualisierung, indem die Software in großem Maßstab Tests durchführt, um Erkenntnisse aus Ihren Daten zu gewinnen, die Sie dann für Geschäftsentscheidungen nutzen können. Die Tests können von einfachen Vergleichen mehrerer Datensätze bis hin zur Aufdeckung von Trends in einem einzigen Datensatz reichen.
- Berichterstellung: Damit erhalten Sie weiterführende Informationen zum Status Ihrer Infrastruktur. Meistens können Sie konfigurieren, ob Sie detaillierte oder kurze Berichte erhalten möchten. Ich habe zudem festgestellt, dass die meisten großen Monitoring-Tools ermöglichen, den Sendezeitpunkt und teils sogar den Versandort der Berichte festzulegen.
- Fehler-, Anfrage- und Vorfallmanagement: Diese Funktionen ermöglichen es, Probleme zu kennzeichnen und bis zur Behebung zu verfolgen. In diese Kategorie gehören beispielsweise Tickets, Fehlergruppen, Warnungen und Benachrichtigungen, um Sie und Ihr Team bei der effektiveren Verwaltung von Problemen zu unterstützen.
- Automatisierung: Mit diesen Funktionen können Sie den Zeitaufwand für repetitive Aufgaben wie das Einrichten und Steuern von Workflows, Tests, Abhängigkeitszuordnungen und die Freigabevalidierung reduzieren.
- Kostenoptimierung: Viele der Tools in diesem Bereich sind nutzungsbasiert, und es kommt durchaus vor, dass die Kosten im laufenden Betrieb außer Kontrolle geraten. Daher ist eine wertvolle Funktion, sie so zu konfigurieren, dass gewisse Schwellenwerte nicht überschritten werden oder Sie zumindest gewarnt werden, sobald diese erreicht werden, damit Sie rechtzeitig gegensteuern können.
- Full-Stack-Observability: Eine gute Monitoring-Lösung sollte Einblick in den gesamten Technologie-Stack bieten – einschließlich Endpunkte und Abhängigkeiten. Eine einheitliche Plattform zur Verwaltung des gesamten Systems hilft dabei, Wildwuchs einzudämmen und Kosten zu optimieren.
- Cloud-agnostische Architektur: Infrastruktur-Monitoring-Tools sollten Sie nicht auf einen bestimmten Cloud-Anbieter festlegen, auch wenn ein Cloud-Anbieter sie bereitstellt. Es kann zwar zusätzliche Vorteile geben, ein Tool auf einer Plattform zu nutzen, aber grundsätzlich ist es gängige Praxis zu erlauben, sie beliebig einzusetzen.
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Arten der Infrastrukturüberwachung
Es gibt zwei Arten der Infrastrukturüberwachung: agentenbasiert und agentenlos. Der Unterschied liegt darin, wie Sie die Tools einrichten, um mit Ihrer IT-Infrastruktur zu interagieren.

Bei der agentenbasierten Überwachung müssen Sie ein Tool installieren, das die Daten direkt von dem überwachten System sammelt. Wenn Sie beispielsweise Bare-Metal-Server agentenbasiert überwachen möchten, müssten Sie auf jedem Einzelnen einen Überwachungsagenten installieren.
Dadurch können Agenten deutlich mehr und granularere Daten aus der Infrastruktur sammeln und eine zuverlässigere Verfügbarkeit liefern, allerdings erfordern sie häufig mehr technisches Fachwissen sowie eine längere Einrichtungs- und Wartungszeit.
Agentenlose Überwachung dagegen arbeitet über APIs und Protokolle, um Daten in der Regel aus Paketen zu sammeln, während diese zwischen den Komponenten übertragen werden.
Deshalb sind agentenlose Lösungen meist günstiger und einfacher einzurichten. Sie bieten jedoch weniger Metriken und sind davon abhängig, dass das Netzwerk stabil bleibt.
Letztendlich hängt die richtige Lösung davon ab, was Sie mit Ihrer Überwachungsstrategie erreichen möchten. Glücklicherweise können Sie beide Ansätze gleichzeitig nutzen. Ich habe Agenten für kritische Komponenten eingesetzt und für den Rest agentenlose Verfahren genutzt – alles innerhalb derselben Infrastruktur.
Welche IT-Infrastruktur sollten Sie überwachen?
Ihre Monitoring-Lösung sollte eingesetzt werden, um Folgendes im Blick zu behalten:

- Server: Durch die Überwachung dieser können Sie die allgemeine Systemsicherheit und Verfügbarkeit aufrechterhalten.
- Speicher: Verwalten Sie diese, um zu verhindern, dass Ihre Daten und andere Vermögenswerte durch Verstöße und Lecks gefährdet werden.
- Container und Orchestratoren: Wenn diese gesund sind, laufen Ihre containerisierten Anwendungen besser.
- Netzwerke: Wenn Sie über ein- und ausgehenden Datenverkehr Bescheid wissen, können Sie ein besseres Erlebnis bieten, Load-Balancing implementieren und effektiv auf DDoS-Angriffe reagieren.
- Cloud-Plattformen: Sie können Dinge wie Kapazität und Ressourcenauslastung überwachen, um Verfügbarkeit und Kostenkontrolle sicherzustellen.
- Digitale Erfahrung: Indem Sie überwachen, wie verschiedene Faktoren Ihrer Infrastruktur die Nutzererfahrung an Ihren Touchpoints beeinflussen, können Sie die Kundenbindung erhöhen.
- Geräte: Wenn Ihre IT-Infrastruktur aus mehreren Endgeräten besteht, hilft deren Überwachung dabei, ihre Sicherheit und Funktionalität zu gewährleisten.
Warum brauchen Sie Infrastruktur-Monitoring?
Während meiner Karriere in der Softwareentwicklung habe ich aus erster Hand die Vorteile erlebt, die Monitoring-Tools für die Infrastruktur verschiedenen Teams wie DevOps und ITOps bieten.

Die Vorteile von Infrastruktur-Monitoring umfassen:
1. Fehlererkennung und -behebung
Die meisten Infrastruktur-Monitoring-Lösungen scannen Ihre Umgebungen kontinuierlich nach Problemen oder Anomalien. Sobald sie etwas Ungewöhnliches erkennen, senden sie eine Benachrichtigung mit Vorgehensweisen zur Behebung, damit Sie diese möglichst schnell adressieren können.
Eine aktuelle Studie zeigte, dass 32 % der Infrastrukturen von Unternehmen kritische Schwachstellen enthalten, auf die es Hacker abgesehen haben. Daher ist es entscheidend, ein System einzurichten, das mit diesen Problemen umgeht, bevor sie Ihr Geschäft beeinträchtigen können.
2. Kontrolle von Wildwuchs
IT-Wildwuchs ist eines der größten Probleme für wachsende Unternehmen. Darunter versteht man das unkontrollierte Wachstum von IT-Systemen und Anwendungen, was Sicherheitslücken in Ihrer Infrastruktur verursachen und die Produktivität verringern kann. Mit einer guten IT-Monitoring-Lösung können Sie von einer zentralen Observability-Plattform profitieren und IT-Wildwuchs unter Kontrolle halten.
3. Kostenmanagement
Mit einer IT-Monitoring-Lösung behalten Sie Ihre Ausgaben in verschiedenen Systemen besser im Blick, sodass diese nicht außer Kontrolle geraten. Besonders deutlich wird dieser Vorteil bei nutzungsbasierten Preismodellen wie Cloud-Computing-Plattformen, bei denen der tatsächliche Verbrauch im Voraus schwer abzuschätzen ist.
Infrastruktur-Monitoring gibt Ihnen Werkzeuge an die Hand, um entweder sicherzustellen, dass Ihre Ausgaben einen festen Grenzwert nicht überschreiten oder Sie rechtzeitig zu warnen, wenn Kosten die vordefinierte Schwelle zu überschreiten drohen.
4. Sicherheit
Bei den führenden Infrastruktur-Monitoring-Tools erhalten Sie automatisierte, kontinuierliche Systemscans, die Anomalien erkennen und darauf reagieren können, um sowohl bekannte als auch neu aufkommende Sicherheitsbedrohungen abzuwehren.
Sie können außerdem erwarten, dass das Tool Sie bei Behebung und Eindämmung unterstützt, sodass Sie die Ursache kennen und ähnliche Vorfälle in Zukunft besser bewältigen können.
Wenn Sie mit On-Premise-Infrastruktur arbeiten, können Sie einige Sicherheitsfunktionen an diese Tools auslagern und sich auf andere Wachstumsbereiche konzentrieren. Ich persönlich empfinde es als beruhigend, dass sie Daten während der Übertragung automatisch verschlüsseln, wenn ich Self-Hosting betreibe.
5. Compliance
Für Unternehmen, die in stark regulierten Branchen wie Finanzen, Gesundheitswesen oder Bildung tätig sind, können die richtigen IT-Infrastruktur-Tools die Einhaltung von Vorschriften auf einen einzigen Klick reduzieren. Sie scannen Ihre Infrastruktur und erstellen Berichte, die Ihnen helfen, die Einhaltung von Datenschutzstandards wie HIPAA, ISO und anderen nachzuweisen.
Was Audits betrifft, so können diese Tools auch Prüfungen durchführen und Protokolle sowie Berichte generieren, die Sie an die zuständigen Aufsichtsbehörden weitergeben können. Sie gehen oft noch weiter und bieten Systeme, mit denen Sie Auditoren befristeten Zugang zu Ihrer IT-Infrastruktur gewähren können.
6. Systemverfügbarkeit / Uptime
Monitoring-Tools für die Infrastruktur können DevOps- und ITOps-Teams entscheidend unterstützen, da sie Funktionen bereitstellen, mit denen Sie Systeme am Laufen halten.
Die Hauptvorteile betreffen das Performance-Monitoring für Statistiken wie Regression, aber die Vorteile zeigen sich auch in Funktionen, die es Ihnen ermöglichen, Probleme schneller zu lösen, Produkte schneller auszuliefern und generell proaktiver zu agieren.

Wenn Sie sich bei dieser Entscheidung noch unsicher sind, sollten Sie wissen, dass die Ergebnisse greifbar sind. Die Bank of New Zealand ist auf ein Cloud-First-System umgestiegen. Fünf Jahre nach der Implementierung der passenden Infrastruktur-Überwachungslösung berichtete das Institut, dass größere Servicevorfälle um 94 % zurückgegangen sind, während hochwertige Software-Releases um 58 % zugenommen haben.
Wie wählt man eine Infrastruktur-Monitoring-Lösung aus?
Es mangelt nicht an Tools für das Infrastruktur-Monitoring am Markt.

Wenn Sie sich nach einer Infrastruktur-Monitoring-Lösung umsehen, sollten Sie insbesondere auf folgende Kriterien achten:
- Branchenspezifische Funktionen: Wenn Sie in einer Nische oder einer überdurchschnittlich regulierten Branche tätig sind, sollten Sie Lösungen wählen, die Ihre spezifischen Anwendungsfälle bedienen, beispielsweise mit Features wie Compliance-Management.
- Umfang: Ihre IT-Infrastruktur kann leicht aus verschiedenen Systemen bestehen, darunter Server, Cloud-Plattformen und Endpunkte. Sie sollten ein Monitoring-Tool wählen, das all diese Komponenten abdeckt, um einen Wildwuchs an Tools zu vermeiden.
- Skalierbarkeit: Das von Ihnen gewählte Monitoring-Tool sollte mit Ihrem Unternehmen wachsen können, damit Sie nicht plötzlich einen Ersatz suchen müssen, wenn es über seine ursprüngliche Kapazität hinaus beansprucht wird.
- Kundensupport: Dies ist insbesondere für Teams mit begrenztem technischem Know-how oder solche, die vollständig verwaltete Optionen bevorzugen, wichtig. Wenn Sie sich Ihre Situation angesehen und festgestellt haben, dass Sie potenziell schwerwiegende Probleme intern eher nicht lösen können, sollten Sie gezielt nach Lösungen suchen, bei denen Kunden die Qualität des Supports hervorgehoben haben.
- Sicherheit: Starten Sie mit Verschlüsselung und Zugriffssteuerung als Mindestanforderung und achten Sie dann auf zusätzliche Funktionen wie Patch-Management, Anomalie- und Bedrohungserkennung sowie Schwachstellenmanagement.
- Kosten: Während einige Infrastruktur-Monitoring-Tools feste Preise anbieten, basieren viele Preismodelle auf Nutzung. Ich empfehle, den Anbieter direkt zu kontaktieren, um auf Grundlage Ihrer aktuellen und zukünftigen Anforderungen die zu erwartenden Kosten zu berechnen.
- Integrationen: Um das volle Potenzial Ihrer Überwachungsplattform auszuschöpfen, müssen Sie diese möglicherweise mit anderen Tools verbinden – darunter Collaboration-Tools wie Jira und Google Workspace, Quellcodeverwaltung wie GitLab und GitHub sowie Orchestrierungs-Werkzeuge wie Kubernetes und OpenShift.
Die besten Infrastruktur-Monitoring-Tools
Einige der besten Infrastruktur-Monitoring-Tools, die ich in den letzten Jahren in DevOps-Rollen kennengelernt und sehr geschätzt habe, sind die folgenden:
1. Grafana – Beste Open-Source-Option

Grafana ist eine Open-Source-Observability-Plattform von Grafana Labs, die Sie entweder mit der OSS-Version lokal oder in der Cloud nutzen können.
Wenn Sie bisher noch kein Monitoring-Tool verwendet haben, empfehle ich, sich deren Online-Demo anzuschauen, um einen ersten Eindruck von der Plattform zu bekommen. Sie ist über die Homepage der Website kostenlos zugänglich, und Sie müssen sich nicht registrieren oder etwas installieren.
Eine der größten Stärken von Grafana liegt in den Visualisierungen und der hohen Anpassbarkeit der Ansichten. Für das Infrastruktur-Monitoring bietet es Ihnen die Möglichkeit, mit seinem LGTM-Stack ein vollständiges Full-Stack-Monitoring zu erreichen:
- Loki für Protokolle
- Grafana für Visualisierungen
- Tempo für Traces
- Mimir für Metriken
2. Amazon CloudWatch – Beste Protokollierungsfunktionen

Amazon CloudWatch ist ein Anwendungs- und Infrastruktur-Überwachungstool, das mit allen großen Clouds sowie on-premises funktioniert, aber ich empfehle es besonders für die Nutzung auf AWS, weil Sie dort am meisten davon profitieren.
Zum Beispiel nutzt es Amazon Route 53 und VPC Flow Logs nativ, um Protokolle zu sammeln und zu veröffentlichen. Sie können es auch verwenden, um Protokolle von anderen AWS-Produkten und -Services zu sammeln, die Ihre IT-Infrastruktur ausmachen, einschließlich CloudTrail, Lambda und API Gateway.
Über die Protokollierungsfunktionen hinaus gefällt mir auch der Sicherheitsansatz mit Tools wie Identity and Access Management (IAM) zur Steuerung von Benutzerberechtigungen und Key Management Service (KMS) für Verschlüsselung.
3. New Relic – Beste Fehlerverwaltungsfunktionen

New Relic war eines der allerersten Infrastruktur-Überwachungstools, die ich je verwendet habe, und ich kehre auch Jahre später immer wieder darauf zurück und empfehle es wegen seines vorbildlichen Fehlermanagements gerne weiter.
Es bietet ein Feature namens Error Inbox, mit dem Sie:
- Fehler zentral einsehen und sie mit vollständigem Kontext überprüfen können
- Fehlergruppen erstellen, die anhand des Schweregrads zusammengefasst werden – mit der Möglichkeit, eigene Benachrichtigungsregeln zu definieren, sodass Sie nur bei wichtigen Gruppen alarmiert werden
- Fehler proaktiv markieren, triagieren und beheben, noch bevor ein Ticket dafür angelegt wird
- Slack integrieren, um Teams auf dem Laufenden zu halten
- Auf historische Fehlerinformationen zugreifen – inklusive Details wie Kommentare und Links – selbst nachdem sie bereits gelöst wurden
4. Honeycomb – Am besten für verteilte Services

Ich bin Honeycomb erstmals vor ein paar Monaten begegnet, aber das Tool hat mich dank seines BubbleUp-Features sofort überzeugt.
Mit BubbleUp habe ich riesige Mengen an Metriken und anderen Zahlen verglichen, die aus meinen Systemen gesammelt wurden, und es war immer hilfreich, Trends und analytische Erkenntnisse zu finden, die mir selbst bei Visualisierungen entgangen wären.
Wenn Ihre Infrastruktur aus verteilten Systemen besteht, helfen die Telemetrie-Funktionen von Honeycomb dabei, wieder Überblick zu gewinnen und die gesammelten Daten sinnvoll auszuwerten.
5. eG Enterprise – Beste Funktionen für Abhängigkeitsanalysen

eG Enterprise ist eine Infrastruktur- und Anwendungsleistungsüberwachung (APM)-Lösung von eG Innovations, die sowohl mit älteren als auch modernen Anwendungen sowie cloudbasierten und vor Ort installierten Infrastrukturen funktioniert.
Ich persönlich habe sie auf einer selbst gehosteten Plattform verwendet und fand die Abhängigkeitszuordnung und die Infrastruktur-Topologie-Funktionen sehr gut, um die Struktur meiner IT-Infrastruktur offenzulegen. Ich habe die automatisierte Erkennung für verschiedene Arten von Abhängigkeiten, einschließlich VMs, physische Maschinen und Anwendungen, getestet.
Die Ergebnisse werden visuell dargestellt, sodass es einfach ist zu erkennen, wie sich Änderungen in einem Bereich auf den Rest des Systems auswirken würden – Informationen, die ich genutzt habe, um die Sicherheit zu verstärken und die Leistung zu verbessern.
Best Practices für das Infrastruktur-Monitoring
Bei der Entwicklung Ihrer Infrastruktur-Monitoring-Strategie gibt es einige Best Practices, die Sie meiner Meinung nach beachten sollten. Diese basieren auf den Empfehlungen einiger Systemadministratoren und Technikverantwortlichen, die ich für diesen Beitrag konsultiert habe:

- Automatisieren: So befreien Sie sich von banalen und wiederkehrenden Aufgaben und können sich auf kritischere Wachstumsbereiche konzentrieren. Automatisierung hilft auch dabei, die Risiken manueller Arbeitsabläufe zu reduzieren, bei denen menschliche Fehler zu schwerwiegenden Problemen führen könnten.
- Benachrichtigungen einrichten: Sie müssen so schnell wie möglich erfahren, was in Ihren Systemen vor sich geht, um rasch reagieren zu können. Konfigurieren Sie die Art der Benachrichtigungen abhängig von der Priorität, damit Sie nicht mit unwichtigen Meldungen überflutet werden.
- Standardisierung über alle Umgebungen: Wenn Sie das Monitoring für verschiedene Systeme nutzen, empfiehlt es sich, wo immer möglich die gleichen Prozesse und Konfigurationen zu verwenden, damit Sie nicht ständig nachverfolgen müssen, wie jedes Einzelne funktioniert.
- Kernkomponenten priorisieren: Wenn Sie nicht alles auf einmal einrichten können und das System schrittweise ausrollen müssen, beginnen Sie mit Ihren wichtigsten Komponenten und arbeiten Sie sich weiter vor. Beispielsweise sollte die Sicherung Ihrer Rechenzentren Vorrang haben vor der Optimierung kleiner Performance-Probleme.
- Audits durchführen: Neben der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften können diese dabei helfen, Schwachstellen und andere Probleme aufzudecken, die Ihr System gefährden könnten, wenn sie unentdeckt bleiben.
- Häufig testen und aktualisieren: Seien Sie proaktiv, indem Sie Belastungs- und Penetrationstests auf Ihrer Plattform durchführen, um herauszufinden, wie gut Sie auf verschiedene Performance- und Sicherheitsvorfälle vorbereitet sind. Wenn Sie Ihr eigenes System hosten, empfehle ich, mindestens einmal täglich nach Updates zu schauen, sofern automatische Updates nicht möglich sind.
- Regelmäßig mit dem Anbieter sprechen: Kontaktieren Sie Ihren Anbieter regelmäßig, um zu erfahren, ob es neue oder geplante Funktionen gibt, die Sie nutzen könnten, Empfehlungen zur Optimierung des Monitorings oder andere wichtige Informationen, die Ihnen sonst eventuell entgehen würden.
Wie geht es weiter?
Mehr als die Hälfte aller Unternehmen hat inzwischen die gesamte relevante Infrastruktur in die Cloud verlagert, und eine solide Monitoring-Lösung ist genauso wichtig wie jede andere geschäftliche Entscheidung. Falls Sie sich im Prozess der Cloud-Migration befinden, nutzen Sie die Informationen aus diesem Artikel, um bestmöglich vorbereitet zu sein.
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