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Die Welt der Videowerbung befindet sich dank Generative AI in einem tiefgreifenden Wandel. Während sich die KI-Fähigkeiten stetig weiterentwickeln, können wir in Zukunft mit noch spannenderen Fortschritten rechnen. Allerdings verschwindet mit dem Auslaufen von Third-Party-Cookies ein zentrales Instrument zur Nutzerverfolgung und gezielten Ansprache. Dieser Wandel rückt Datenschutz in den Mittelpunkt und zwingt die Branche, neue Wege zur Personalisierung der Werbeerlebnisse zu finden.

Eine Studie von Epsilon ergab, dass 80 % der Verbraucher eher Geschäfte mit Unternehmen machen, die personalisierte Erlebnisse anbieten. Doch wie kann diese Personalisierung gelingen, ohne dabei die Privatsphäre der Nutzer zu gefährden? Dies ist die entscheidende Frage, mit der sich die Branche heute konfrontiert sieht.

Von der Inhaltserstellung bis hin zu Targeting und Messung – hier sind einige der wichtigsten Transformationsbereiche, die durch KI vorangetrieben werden:

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  • Erhöhte Personalisierung: KI kann riesige Mengen an Nutzerdaten analysieren, um individuelle Präferenzen zu verstehen. So entstehen gezielte Videoanzeigen, die die Zuschauer stärker ansprechen und zu mehr Engagement und höheren Klickraten führen.
  • Automatisierte Inhaltserstellung und Bearbeitung: KI kann Aufgaben wie die Generierung von Videothumbnails, das Schneiden von Videomaterial und sogar die Erstellung grundlegender Videoanzeigen von Grund auf automatisieren. Dadurch bleibt menschliche Kreativität für strategische Aufgaben erhalten und Produktionskosten sowie -zeit werden reduziert.
  • Echtzeit-Optimierung: KI kann Leistungsdaten von Anzeigen in Echtzeit analysieren und ermöglicht so kurzfristige Anpassungen. Das sorgt dafür, dass Videoanzeigen zur richtigen Zeit das richtige Publikum erreichen und trägt zur Maximierung des Kampagnenerfolgs bei.
  • Verbessertes Targeting und präzisere Messung: KI kann das Nutzerverhalten und demografische Daten genau auswerten und damit hochzielgenaue Video-Advertisingkampagnen ermöglichen. Zudem kann KI den Erfolg von Videoanzeigen noch genauer nachverfolgen und messen, was wertvolle Einblicke für künftige Kampagnen liefert.

KI-Plattformen revolutionieren die Videowerbung, indem sie sie personalisierter, effizienter und messbarer machen. Allerdings muss sich die Branche im Zeitalter nach den Cookies mit den Herausforderungen des Datenschutzes auseinandersetzen.

An der Spitze dieses Wandels steht Connatix, ein führendes Unternehmen im Bereich Videotechnologie für Publisher und Werbetreibende. Sie setzen KI ein, um innovative Lösungen zu schaffen, die die Privatsphäre der Nutzer respektieren und gleichzeitig wirkungsvolle Werbung für Publisher und Marken ermöglichen. Getrieben wird ihr Innovationswille maßgeblich von ihrem Chief Technology Officer, Dor Leitman.

In diesem Interview teilt Dor seine Erfahrungen und seine Vision für die Zukunft von Connatix. Wo liegen Herausforderungen und Chancen? Wie wirkt sich Generative AI auf Video und Werbung aus? Und wie sieht die Zukunft dieser starken Technologie aus? Tauchen wir ein!

1. Können Sie uns etwas über Ihren Hintergrund erzählen und wie Sie zu Connatix gekommen sind?

Mein Hintergrund liegt in der Softwareentwicklung. Ich habe als Softwareingenieur bei Microsoft angefangen, bevor ich in die Startup-Welt eingestiegen bin. Damals war der Begriff Generative AI (GenAI) noch gar kein gängiger Terminus, aber ich war fasziniert von der Vorstellung, eine Technologie zu entwickeln, die Texte analysieren und daraus automatisch visuelle, interaktive Erlebnisse erschaffen kann. 

Genau darauf war mein Startup spezialisiert – und das führte schließlich dazu, dass Connatix unsere Technologie übernommen hat. Sie haben mich als VP für AI und Content Automation an Bord geholt. Mit der Zeit wechselte ich in die Rolle des SVP Product und F&E, bevor ich zum CTO befördert wurde.

2. Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften, die ein CTO bei Connatix mitbringen muss?

Die Anforderungen an die CTO-Position unterscheiden sich je nach Unternehmen, aber bei Connatix kommt es meiner Meinung nach vor allem auf einige Schlüsselaspekte an. Zunächst ist es entscheidend, die Vision für das Produkt und die Technologie zu definieren. Dazu gehört ein tiefes Verständnis für die Bedürfnisse des eigenen Unternehmens sowie unserer Kundinnen und Kunden und die Sicherstellung, dass strategische und technische Visionen übereinstimmen. Zweitens ist die Umsetzung und erfolgreiche Auslieferung absolut essenziell. 

Wir investieren viel Zeit in die Optimierung der Abläufe in unserer Engineering-Organisation, um den Einfluss unserer Arbeit messbar zu machen und einen starken Return on Investment zu erzielen. Darüber hinaus ist es grundlegend, gemeinsam mit dem Team an der Technologie zu arbeiten, um Innovationen sicherzustellen und auf dem richtigen Kurs zu bleiben.

3. Was beschäftigt Sie derzeit besonders bei Connatix?

Connatix ist ein Vorreiter für Videotechnologie bei Publishern und Werbetreibenden. Unser Fokus liegt darauf, fortschrittliche Videolösungen zu entwickeln, die auch in einer datenschutzorientierten Zukunft Bestand haben.

Ein herausragendes Beispiel ist unsere proprietäre Deep Contextual™-Lösung. Sie ermöglicht ein noch genaueres, datenschutzkonformes Targeting – ein Schwerpunkt für uns. In Kombination mit den Audience-Daten können wir so die Art und Weise revolutionieren, wie Marken mit ihrem Publikum in Kontakt treten. Aus technischer Sicht ist dieses Produkt äußerst spannend – es steckt viel Datenarbeit, Machine Learning und Knowledge-Graphs dahinter.

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4. Welche Herausforderungen sind Ihnen bei der Einführung dieser Technologie auf dem Markt begegnet?

Wie bei jedem Machine-Learning- oder KI-Projekt gibt es viel Versuch und Irrtum. Manchmal müssen die Daten und Modelle verfeinert werden. Es ist ein Prozess vieler kleiner Schritte, die zu einem bedeutenden Durchbruch führen. Darüber hinaus ist Datenschutz für uns von größter Bedeutung. Wir möchten vollständig konform sein, und das begrenzt die Menge und Art der Daten, die wir erfassen können, was eine weitere große Herausforderung darstellt.

5. Wie schneidet Deep Contextual im Vergleich zu traditionellen Targeting-Methoden wie Third-Party-Cookies ab?

Drittanbieter-Cookies verfolgen Ihren Browserverlauf und ermöglichen es Werbetreibenden, ein Profil Ihrer Interessen und Gewohnheiten zu erstellen. Obwohl dies eigentlich nicht der ursprüngliche Zweck von Cookies war, wurden sie zu einem wichtigen Werkzeug für Werbetreibende. Deep Contextual™ und die anderen von uns entwickelten Datenlösungen ermöglichen es Werbetreibenden, dieselben Zielgruppen zu erreichen, ohne auf Cookies angewiesen zu sein.

Unsere Lösungen nutzen statistische Modelle, um Benutzerinteressen zu verstehen. Unsere Modelle können beispielsweise eine klare Verbindung zwischen Käufern von Orangensaft und deren Konsumverhalten erkennen, etwa ein Interesse an Inhalten zu gesundem Leben, bestimmten Sportarten oder bestimmten Fernsehsendungen. 

Dadurch können Werbetreibende Inhalte gezielt ansprechen, die wahrscheinlich für ihre Zielgruppe relevant sind, und gleichzeitig die Privatsphäre der Nutzer respektieren. Es ist das Gegenteil von Cookie-basiertem Targeting – wir adressieren Zielgruppen auf Basis von Signalen, die uns zu ihnen führen, anstatt umgekehrt.

6. Wie sehen Sie die Auswirkungen von GenAI auf Video und Werbung in der Zukunft?

GenAI wird voraussichtlich sowohl Video als auch Werbung erheblich beeinflussen. Im Videobereich verändert GenAI bereits die Prozesse der Inhaltserstellung und -analyse. Aufgaben, die vorher unmöglich waren, sind jetzt realisierbar, und wir integrieren diese Technologien in unsere Produkte, um Funktionen wie Videopersonalisierung und Lokalisierung zu ermöglichen. 

Stellen Sie sich vor, derselbe Videoinhalt ist in verschiedenen Sprachen verfügbar, wobei kleine Elemente auf Ihre Interessen zugeschnitten sind. All dies kann automatisch erfolgen und entlastet die Kreativteams. GenAI ist eine leistungsstarke Technologie, und wir stehen erst am Anfang, ihr Potenzial zu entdecken. Ich bin überzeugt, dass diese Branche in fünf Jahren stark auf diese Technologien angewiesen sein wird.

Für die Werbung bietet GenAI enormes Potenzial. Viele Aufgaben können automatisiert werden, aber menschliche Kreativität wird stets unersetzlich bleiben. Dennoch ist Werbung sicherlich ein Bereich, der GenAI schon heute effektiv nutzen kann und der durch diese Technologie in naher Zukunft stark verändert werden wird – von der Content-Erstellung über das Targeting bis hin zu vielem mehr.

7. Was begeistert Sie am meisten an GenAI und wo sehen Sie die größten Risiken?

Ich bin am meisten von GenAIs Potenzial begeistert, die Produktivität in persönlichen und beruflichen Bereichen zu steigern. Diese Tools werden die Effizienz vieler Aufgaben erheblich verbessern. 

Das Hauptrisiko besteht darin, sicherzustellen, dass die Menschen die Grenzen und Beschränkungen dieses Wissens verstehen und lernen, es ergänzend zur menschlichen Weisheit einzusetzen, anstatt es als Ersatz zu betrachten.

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