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Laut einem PwC-Bericht aus dem Jahr 2023 wird künstliche Intelligenz bis 2030 voraussichtlich bis zu 15,7 Billionen US-Dollar zur Weltwirtschaft beitragen (ja, Billionen mit B), wobei 6,6 Billionen US-Dollar aus einer gesteigerten Produktivität und 9,1 Billionen US-Dollar aus konsumseitigen Effekten stammen werden.

Die Zukunft von Unternehmen hängt von KI ab – jedoch nicht als isolierte Technologie. Die CTOs, die künstliche Intelligenz-Plattformen nahtlos in ihre Organisationen integrieren, Transparenz wahren und den ethischen Umgang fördern, werden die innovativsten und nachhaltigsten Unternehmen der Zukunft anführen.

In einer offenen Fragerunde teilt Petr Baudis, CTO bei Rossum, seine Einblicke in die Umsetzung von KI und den langfristigen Wert kontinuierlicher Investitionen. Freuen Sie sich auf einen Blick auf Grenzen, Herausforderungen und das transformative Potenzial der KI-Integration – direkt aus Expertensicht.

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1. Was sollten CTOs hinsichtlich ihrer KI-Einsatzstrategie beachten?

„Beim Einsatz von künstlicher Intelligenz müssen CTOs mehrere entscheidende Faktoren berücksichtigen. Lassen Sie uns die wichtigsten Überlegungen aufschlüsseln:

Datensicherheit und Datenschutz – Ein entscheidender Aspekt ist die Sicherheit und der Schutz der verarbeiteten Daten. CTOs sollten bewerten, ob die Daten in der Cloud gespeichert oder vor Ort aufbewahrt werden müssen. Außerdem müssen sie entscheiden, ob Dritte wie Anbieter oder Benutzer Zugriff auf diese Daten erhalten dürfen oder ob sie vertraulich bleiben müssen. Die Art der Daten spielt bei dieser Entscheidung eine zentrale Rolle.

Ethische Implikationen – CTOs müssen verstehen, welche Arten von Entscheidungen die KI treffen wird, ob diese einzelne Personen betreffen und ob es einen Mechanismus zur menschlichen Überprüfung gibt. Es ist ein grundlegendes ethisches Anliegen, sicherzustellen, dass KI-Systeme keine Diskriminierung gegenüber Individuen oder Gruppen verursachen.

Zweck und Anwendungsfälle – CTOs sollten überlegen, welche spezifischen Unternehmenskennzahlen durch die KI verbessert werden können und ob mögliche Hürden ihre Wirksamkeit behindern könnten.

Lernen und Anpassung – Abhängig von der Rolle der KI müssen CTOs festlegen, ob die KI im Laufe der Zeit lernen und sich anpassen sollte. Ein Chatbot für Website-Besucher muss beispielsweise nicht lernen, aber eine Co-Pilot-KI, die Mitarbeitende im Alltag unterstützt, sollte in der Lage sein, zu lernen und ihre Leistung zu verbessern. Das Verständnis der Mechanismen, wie die KI lernt, ist entscheidend.

CTOs stehen vor der wichtigen Aufgabe, die Mechanismen zu definieren, die den Lernprozess steuern. Bei Rossum legen wir großen Wert darauf, unsere Plattform so zu gestalten, dass sie kontinuierlich lernt. Das stellt sicher, dass sie frühere Fehler nicht wiederholt, vor allem aber liefert sie den Endkunden genauere Ergebnisse.

CTOs sollten diese Faktoren sorgfältig prüfen und verstehen, um einen erfolgreichen und verantwortungsvollen KI-Einsatz in ihren Unternehmen zu gewährleisten.“

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2. Welche aufkommenden KI-Technologien und Anwendungen sollten Unternehmen kennen, um in Zukunft einen Vorsprung zu behalten?

„Für Unternehmen, die nicht selbst KI-Anbieter sind, aber künstliche Intelligenz in ihrem Tagesgeschäft oder ihren Produkten nutzen möchten, ist es wichtig, die Balance zwischen Fortschritt und überstürztem Einstieg in sich schnell entwickelnde Technologien zu finden.

KI ist ein dynamisches Feld und es gibt spannende Durchbrüche und wissenschaftliche Veröffentlichungen. Die frühzeitige Übernahme solcher Technologien kann jedoch riskant sein, insbesondere wenn man nicht direkt in der KI-Forschung oder -Entwicklung tätig ist. 

Ein Beispiel ist, wenn Unternehmen Verstärkungslernen in ihr Geschäft integrieren, ohne selbst Roboter zu entwickeln; es kann viel Zeit vergehen, bis solche Technologien aus dem Labor in die praktische Anwendung in der Industrie gelangen.

Mein Vorschlag: Seien Sie vorsichtig und lassen Sie die KI-Anbieter die Vorreiterarbeit für Sie leisten. Einfache Demos zu bauen oder KI im kleinen Rahmen zu testen, löst keine echten Geschäftsprobleme. 

Bleiben Sie am Puls der KI-Trends, aber seien Sie pragmatisch, beobachten Sie die Unternehmenskennzahlen genau und achten Sie darauf, dass Ihr KI-Einsatz sicher, ethisch und zuverlässig ist. Das kann ein wesentlicher Vorteil für Ihr Unternehmen sein.

Statt immer den neuesten Moden hinterherzujagen, konzentrieren Sie sich auf Technologien, die sich bereits in der Praxis bewährt haben. Seien Sie Frühanwender, aber nur, wenn diese Technologien wirklich praktisch und erprobt und nicht nur experimentell sind. Der Schlüssel ist, an der Spitze der Innovation zu sein, ohne sich zu weit ins Unbekannte zu wagen.“

3. Welchen langfristigen Wert und Wandel können Unternehmen durch eine kontinuierliche Investition und Integration von KI erwarten?

„Es geht ums Überleben. Wer KI nicht nutzt, hat keine Option mehr, denn Ihre Wettbewerber sind bereits auf diesem Weg. Zudem nutzen ganz neue Marktteilnehmer KI und auch wenn sie anfangs mit Herausforderungen kämpfen, bei deren Lösung Sie bereits erfahren sind, wird KI deren Geschwindigkeit und Effizienz massiv steigern – was eine direkte Bedrohung für Ihr Unternehmen darstellt.

Um relevant zu bleiben, müssen Sie sich einem stetigen Innovationszyklus verschreiben. Im gewohnten Tempo weiterzumachen reicht nicht; Sie müssen Ihre Bemühungen beschleunigen und grundsätzliche Veränderungen in Ihrem Unternehmen zulassen.

Bei Rossum stellen wir uns eine Zukunft vor, in der Aufgaben, die derzeit von Hunderten oder Tausenden von Mitarbeitenden erledigt werden – wie das Abwickeln von Geschäftstransaktionen, das Verwalten von Rechnungen, der E-Mail-Austausch und die Sendungsverfolgung – von einer einzigen Person betreut werden können, die jährlich eine Million Transaktionen überwacht.

Diese Vision bedeutet eine grundlegende Veränderung der betrieblichen Abläufe in Unternehmen. Wer sich nicht anpasst, wird mit steigenden Betriebskosten konfrontiert und kann seine Wettbewerbsfähigkeit kaum noch aufrechterhalten. Im Kern ist die Einführung von künstlicher Intelligenz und die Transformation der Unternehmensprozesse nicht nur eine Option, sondern eine Notwendigkeit für das langfristige Überleben – und das ist eine Rendite, in die wir gerne investieren." 

4. Was sind die aktuellen Einschränkungen der KI-Technologie und wie können sie überwunden werden?

"Eine erhebliche Einschränkung der derzeitigen KI-Technologien ist deren Zuverlässigkeit, die sich in verschiedenen Aspekten zeigt. Beispielsweise ist das Problem der Zuverlässigkeit bei der Arbeit mit großen Sprachmodellen deutlich sichtbar, da sie gelegentlich falsche oder widersprüchliche Informationen erzeugen, also gewissermaßen 'halluzinieren' oder Details erfinden. Diese Inkonsistenz beeinträchtigt ihre Verlässlichkeit. 

Eine weitere bemerkenswerte Einschränkung ist die Vorherrschaft einiger weniger großer Akteure im KI-Ökosystem. Wenn ein einzelner Anbieter wie OpenAI das Feld dominiert, kann dies im Laufe der Zeit zu monopolistischen Praktiken führen, was einen Mangel an Wettbewerb und Kontrollproblemen nach sich ziehen kann. 

Dem kann durch die Demokratisierung von KI und das Open-Source-Prinzip für verschiedene KI-Komponenten, einschließlich Sprachmodellen, entgegengewirkt werden. Das ist entscheidend für eine ausgeglichene und wettbewerbsfähige KI-Landschaft.

Zuverlässigkeit in der KI bedeutet auch, Vertrauen zwischen KI-Systemen und ihren menschlichen Nutzern zu schaffen. Um dieses Vertrauen aufzubauen, muss KI als verlässlicher Partner für Mitarbeitende und Einzelne wahrgenommen werden, die sich auf sie zur Erledigung ihrer Aufgaben verlassen. Der Schlüssel ist, Vertrauen selbst dann zu schaffen, wenn die KI gelegentlich Fehler macht. Die Nutzenden sollten verstehen können, warum diese Fehler auftreten, die Grenzen der künstlichen Intelligenz nachvollziehen und einen kontinuierlichen Lernprozess beobachten können, um diese Fehler zu korrigieren.

Außerdem ist der Lernaspekt innerhalb von KI derzeit noch relativ unterentwickelt, was darauf hindeutet, dass KI-Systeme von robusteren und ausgefeilteren Lernmechanismen profitieren könnten, um ihre Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit zu steigern."

5. Welche häufigen Herausforderungen begegnen Unternehmen bei der Integration von KI und wie lassen sich diese bewältigen?

"Die Herausforderungen, denen Unternehmen bei der Integration von KI begegnen, können je nach verwendeter KI-Technologie variieren. Bei den neuesten Entwicklungen wie generativer KI stellt das Fehlen etablierter Business-Playbooks eine große Hürde dar. Das bedeutet, dass Unternehmen innovativ und anpassungsfähig sein müssen, da es keine universelle Lösung gibt. Um in diesem Umfeld erfolgreich zu sein, ist es entscheidend, über die richtigen Talente zu verfügen.

Die Einbindung generativer KI erfordert beispielsweise andere Fähigkeiten als das Kopieren bewährter Playbooks. Es braucht Menschen, die diese Spitzentechnologie erfinden und anwenden können, um spezifische Geschäftsanforderungen zu erfüllen. Daher ist es unerlässlich, ein Team von Erfinderinnen und Erfindern im Unternehmen aufzubauen.

Bei spezielleren und weniger universellen KI-Modellen existieren möglicherweise bereits gewisse Business-Playbooks, aber es ist entscheidend, sich auf Anbieter zu konzentrieren, die tatsächlich belegen können, dass sie das ganz konkrete Problem effizient lösen.

Um diese Herausforderungen zu meistern, sollten Unternehmen zunächst die genauen Geschäftsprobleme definieren, die sie mit künstlicher Intelligenz angehen möchten. Sobald diese identifiziert wurden, sollte gezielt nach KI-orientierten Tools gesucht werden, die für diese Aufgaben End-to-End-Lösungen bieten. Sich auf eine Vielzahl einzelner Komponenten zu verlassen und diese zu integrieren, kann zu komplexen, teuren und zeitaufwendigen Systemen führen."

Wie geht es jetzt weiter?

Die Reise in die KI ist keine ferne Zukunft – sie ist eine dringende Gegenwart. In einer Zeit, in der der Beitrag der KI zur Weltwirtschaft in Billionenhöhe gemessen wird und ihre Integration das Markenzeichen von Branchenführern ist, wird die Rolle der CTOs immer entscheidender. Ihre Entscheidungen werden sich auf die gesamte Wirtschaftslandschaft auswirken und beeinflussen, wie die Menschheit diese transformative Kraft nutzt.

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