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Wenn Sie IT-Fachleute nach den Strategien ihrer Unternehmen zur Anwendungsmodernisierung fragen, werden Sie wahrscheinlich Antworten erhalten, die sich auf Technologie konzentrieren.

Sie werden Ihnen vielleicht erzählen, wie sie On-Premises-Anwendungen in die Cloud migrieren, bereits in der Cloud befindliche Anwendungen auf neue Cloud-Services umstellen oder ihre Anwendungen so umgestalten, dass sie als Microservices laufen.

Mit anderen Worten: Wenn viele Menschen an Anwendungsmodernisierung denken, denken sie an technologische Veränderungen.

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Ich bin hier, um Ihnen zu sagen, dass dies der falsche Ansatz zur Anwendungsmodernisierung ist. Anstatt Technologien zu modernisieren, müssen Unternehmen in Wirklichkeit ihre Anwendungsentwicklungs- und Bereitstellungsprozesse modernisieren.

Erlauben Sie mir, zu erklären, warum ein prozessorientierter Ansatz zur Anwendungsmodernisierung das Ziel für Organisationen sein muss und geben Ihnen gleichzeitig praktische Empfehlungen zur Modernisierung der Anwendungsbereitstellungsprozesse.

Anwendungsmodernisierung: Eine unendliche Geschichte

Ein technologiezentrierter Ansatz zur Anwendungsmodernisierung greift zu kurz, denn Technologien ändern sich ständig. Die technischen Innovationen, die Ihre Anwendung heute "modern" machen, lassen sie in einem, drei oder zehn Jahren vielleicht schon wie eine Altanwendung aussehen.

Beispielsweise standen zu der Zeit, als Anwendungsmodernisierung vor etwa einem Jahrzehnt zum Schlagwort wurde, Cloud-Technologien wie Infrastructure-as-a-Service (IaaS) im Mittelpunkt vieler Anwendungsmodernisierungs-Strategien. IaaS war damals für viele Organisationen, die zuvor Workloads On-Premises betrieben hatten, eine große Sache. Für sie war die Möglichkeit, ihre Anwendungen auf Infrastruktur laufen zu lassen, die von anderen gemanagt wurde, und nur für die tatsächlich genutzten Ressourcen zu bezahlen, revolutionär.

Heute ist IaaS natürlich weniger spektakulär. Es ist nach wie vor wertvoll, aber so alltäglich geworden, dass es nicht mehr im Mittelpunkt der Diskussion um Anwendungsmodernisierung steht. Stattdessen sprechen die Leute heutzutage eher über neue Technologien und technische Konzepte wie Container und serverlose Funktionen.

Das bedeutet: Wenn Ihre Anwendungsmodernisierungs-Strategie darauf abzielt, Ihre Anwendungen so zu aktualisieren, dass sie die neueste und beste Technik (welche auch immer das zum Zeitpunkt der Initiative ist) ausnutzen, werden Ihre Apps früher oder später nicht mehr innovativ sein. Außerdem werden sie Ihrem Unternehmen wohl kaum den größtmöglichen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Und in vielen Fällen profitieren Sie nicht von den neuesten Sicherheitsmaßnahmen, die essenziell sind, um aktuellen Bedrohungen immer einen Schritt voraus zu sein.

Ein gesünderer Ansatz zur Anwendungsmodernisierung ist es, den Fokus auf die Modernisierung Ihrer Prozesse zu legen. Ungeachtet der enormen Veränderungen bei Technologien zur Anwendungsbereitstellung in den vergangenen ein bis zwei Jahrzehnten sind die Entwicklungsprozesse, die Software-Innovation und Effizienz am stärksten vorantreiben – wie agile Methoden, Continuous Integration/Continuous Delivery (CI/CD) und DevOps – im Großen und Ganzen gleich geblieben.

Deshalb sollte sich jede Organisation tatsächlich darauf konzentrieren, ihre Prozesse der Anwendungsbereitstellung zu modernisieren, um die innovativsten Methoden nutzen zu können. Mit modernen Prozessen fällt es leicht, moderne Technologien zu nutzen und Applikationen schnell zu aktualisieren, um neue Innovationen einzuführen.

Wie man den App-Modernisierungsprozess verbessern kann

Die Herausforderung für viele Unternehmen ist natürlich, den Softwarebereitstellungsprozess so zu modernisieren, dass Veränderungen schneller, einfacher und sicherer werden. Welche konkreten Prozesse sollten geändert werden, und wie können die Hindernisse überwunden werden, die auf diesem Weg heute und in Zukunft auftauchen?

Um diese Fragen zu beantworten, gehen wir einige Strategien zur Prozessmodernisierung durch, die Organisationen helfen können, ihre Softwareentwicklung unabhängig von verwendeten Technologien zu transformieren.

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1. Problembereiche durch Value Stream Analysis identifizieren

Der erste Schritt bei der Prozessmodernisierung besteht darin, herauszufinden, welche Abläufe besonders dringend angepasst werden müssen. Dafür eignet sich die Analyse des Wertstroms (Value Stream Analysis). Diese liefert Ihnen Erkenntnisse über die Aufgaben innerhalb der Softwarebereitstellung und zeigt, wie lange einzelne Schritte dauern – ähnlich wie das Durchgehen eines Budgets hilft, zunächst die größten Ausgaben zu optimieren.

Wenn Sie eine Value Stream Analysis für Ihre Softwarebereitstellung durchführen, erkennen Sie, welche Teile des Entwicklungsprozesses am längsten dauern, den größten manuellen Aufwand erfordern oder bei welchen Komponenten des Infrastrukturmanagements die Fehleranfälligkeit am höchsten ist.

Obwohl vermutlich fast alle Ihre Prozesse bis zu einem gewissen Grad verbessert werden könnten, hilft Ihnen die Value Stream Analysis, sich auf die Optimierung der wichtigsten Bereiche zu konzentrieren. Sie entdecken zudem überflüssige Aufgaben oder Schritte, die Sie eliminieren können, um die Bereitstellung Ihrer Anwendungen einfacher, schneller und weniger risikoreich zu gestalten.

2. Softwarebereitstellung messen

Die Analyse der Softwarebereitstellungspraktiken ist dann am effektivsten, wenn Sie Ihre Prozesse systematisch und quantitativ verfolgen. Hierfür können Sie Frameworks wie die DORA-Metriken von Google nutzen, die die Effizienz bestehender Softwareentwicklungs- und Bereitstellungsprozesse messen.

Ein kennzahlenbasierter Ansatz ermöglicht es, die Ergebnisse der Softwarebereitstellung auf präzise Weise zu verfolgen. Folglich hilft er Unternehmen genau einzuschätzen, wie viel Verbesserung (oder das Ausbleiben derselben) sie nach Veränderungen in ihren Softwarebereitstellungsprozessen erreichen.

3. Erklären Sie manuellen Prozessen den Krieg

Wenn Ihr Unternehmen wie die meisten ist, wird Ihre Wertstromanalyse eine beträchtliche Anzahl von Prozessen aufdecken, die Ihre Teams noch manuell durchführen. Diese Prozesse, wo immer möglich, zu automatisieren, sollte eine Priorität sein. Automatisierung spart Zeit, reduziert das Fehlerrisiko und ermöglicht sicherere Bereitstellungen.

In den meisten Fällen sind manuelle Prozesse das Gegenteil von App-Modernisierung – aus zwei Gründen. Erstens bremsen sie den Ablauf und schaffen Ineffizienz. Zweitens erhöhen manuelle Tätigkeiten das Fehlerrisiko, weil Menschen etwas Wichtiges übersehen oder bei einer Konfigurationsänderung einen Fehler machen können und so eine Sicherheitslücke öffnen.

4. Managementprozesse und -verfahren neu gestalten

Ebenso wie Sie eine monolithische Anwendung durch eine neue Architektur umgestalten können, können Sie auch Ihre Managementprozesse und -verfahren neu definieren – zum Beispiel Ihren Ansatz für die Anwendungsentwicklung und Systemadministration.

In vielen Fällen erfordert eine schnellere Anwendungsbereitstellung sowie die Einführung von Continuous Deployment und Delivery die Neugestaltung der Prozesse für das Softwareänderungsmanagement, weil traditionelle Ansätze – wie etwa das Wasserfallmodell – nicht skalieren. Sie können mit der Geschwindigkeit von Continuous-Delivery-Pipelines, bei denen mehrmals wöchentlich oder sogar noch häufiger neuer Code in die Produktion gebracht wird, nicht Schritt halten.

Langsame und manuelle Prozesse sollten soweit wie möglich durch automatisierte Prozesse ersetzt werden. Beispielsweise könnten Softwaretests automatisiert werden, um Zeit zu sparen und die Qualität zu verbessern (da manuelle Genehmigungen zu oft lediglich oberflächlich erteilt werden und so den Testprozess verlangsamen, ohne einen Mehrwert zu schaffen). Darüber hinaus könnten zu komplexe Prozesse in kleinere, einfachere Abläufe aufgeteilt werden.

5. Ändern Sie Ihre Denkweise bezüglich Prozessen

Neben der Anpassung der Prozesse selbst sollte die App-Modernisierung auch eine Änderung der allgemeinen Einstellung von Organisationen zu Prozessen umfassen. Damit meine ich, dass Entwickler, IT-Administratoren und Manager grundsätzlich Automatisierung als Standard bei der Umsetzung von Prozessen nutzen sollen.

Das mag überflüssig erscheinen, weil heute viele IT-Profis über die Bedeutung der Automatisierung sprechen. Tatsächlich wird aber bei der tatsächlichen Umsetzung häufig auf manuelle Ansätze zurückgegriffen, weil sie anfangs schneller und einfach umzusetzen sind. Damit Ihre Teams langfristig Erfolg mit der App-Modernisierung haben, müssen sie Automatisierung als Weg sehen, Zeit und Aufwand zu sparen und Risiken zu reduzieren – auch wenn es anfangs mehr Arbeit bedeutet.

Herausforderungen bei der App-Modernisierung überwinden

Bei der Umsetzung der eben beschriebenen Prozessänderungen stoßen Unternehmen häufig auf Herausforderungen wie die folgenden:

  • Widerstand gegen Veränderungen: Wenn manuelle oder ineffiziente Prozesse jahrzehntelang Bestand hatten und das Unternehmen weiterlief, stellen manche Mitarbeitende den Wert eines Wandels infrage.
  • Mangel an Ressourcen: Die Umgestaltung von Prozessen kostet Zeit und erfordert Aufwand. IT-Abteilungen, die ohnehin schon überlastet sind, zögern vielleicht, weitere Ressourcen für Prozessänderungen bereitzustellen.
  • Mangelnde Führung: Ohne Führungskräfte, die Prozessmodernisierung steuern, verlieren Initiativen an Schwung.

Diese Herausforderungen sind bis zu einem gewissen Grad unvermeidbar. Aber sie sind auch lösbar. Ein Teil der Lösung besteht darin, klein anzufangen: Überarbeiten Sie nicht sofort alle Prozesse, sondern wählen Sie einige aus und erweitern Sie schrittweise. Es ist auch ratsam, nur mit einem oder zwei Teams zu starten.

Wenn Sie festgelegt haben, wo Sie beginnen, messen Sie die Softwarebereitstellung anhand von Kennzahlen, führen Sie eine Wertstromanalyse durch, um Verbesserungspotenzial zu identifizieren, und passen Sie Prozesse an. Sobald Ihre ersten Teams ihre Fähigkeiten verbessert haben, können deren Mitglieder anderen Teams helfen, ähnliche Prozesse und Denkweisen zu übernehmen.

Unternehmen sollten zudem Führungskräfte benennen, die die Modernisierungsinitiativen überwachen und die Verantwortung für bestimmte Aspekte des Prozesses an Mitarbeitende mit den erforderlichen Kompetenzen delegieren. Alternativ kann diese Arbeit auch an ein Mobile App Development Unternehmen oder ein iPad App Development Unternehmen ausgelagert werden.

Ein moderner Ansatz für die App-Modernisierung

Letztlich hängt der Erfolg jedes App-Modernisierungsprojekts nicht nur davon ab, welche Technologien implementiert werden, sondern auch davon, wie sie eingeführt werden. Solange Unternehmen nicht die Prozesse zur Erstellung und Aktualisierung von Software modernisieren, werden sie immer hinterherhinken.

Mit effizienten, zuverlässigen und sicheren Prozessen können Organisationen jedoch ihre Anwendungen modernisieren, indem sie bei neuen technologischen Möglichkeiten von den neuesten Innovationen profitieren.

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