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Key Takeaways

Verfassen Sie eine Ausschreibung (RFP), um Ihre Anforderungen klar zu definieren, Anbieter effektiv zu vergleichen und sicherzustellen, dass Sie die beste Service-Desk-Software für Ihr Team erhalten.

Verzichten Sie auf die RFP, wenn Ihr Unternehmen klein ist oder Ihre Anforderungen so einfach sind, dass Sie Anbieter ohne formelles Verfahren bewerten können.

Erreichen Sie eine bessere Passung und Preisgestaltung, indem Sie mithilfe einer Ausschreibung (RFP) mit Anbietern verhandeln, sodass die Lösung Ihrem Budget und Ihren Anforderungen entspricht.

Ein RFP, also eine Ausschreibung (Request for Proposal), ist ein Dokument, das Sie nutzen, wenn Sie den passenden Anbieter für eine komplexe Lösung wie Service-Desk-Software suchen. Dieser Leitfaden richtet sich an alle, die fundierte Entscheidungen treffen möchten, ohne unnötig Zeit zu verlieren.

Das Verfassen eines RFP hilft Ihnen, Ihre Anforderungen klar zu definieren, wodurch Anbietervergleiche erleichtert werden. Das Risiko, die falsche Lösung zu wählen, wird reduziert, da Sie und Ihr Team genau wissen, wonach Sie suchen.

Mit einem gut durchdachten RFP optimieren Sie den Auswahlprozess von Anbietern. Sie sparen Zeit, vermeiden Verwirrung und stellen sicher, dass die gewählte Software zu den Zielen Ihrer Organisation passt.

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Brauchen Sie wirklich ein RFP?

Ein RFP wird dann unverzichtbar, wenn Ihr Team komplexe Anforderungen hat, in einer regulierten Branche tätig ist oder mehrere Anbieter für eine groß angelegte Implementierung bewerten muss. Auch bei spezifischen Compliance-Anforderungen oder wenn eine Fehlentscheidung erhebliche betriebliche Auswirkungen hätte, ist ein RFP entscheidend. Treffen diese Szenarien auf Sie zu, sollten Sie ein RFP erstellen, um die richtige Wahl zu treffen:

  • Komplexe Integrationsanforderung
  • Einhaltung branchenspezifischer Vorschriften
  • Großflächiger Rollout an mehreren Standorten
  • Hohe Budgetrestriktionen
  • Notwendigkeit der Anbieter-Transparenz

Wann ein RFP zu viel des Guten ist

Wenn Ihre Anforderungen überschaubar sind, Ihr Unternehmen klein ist oder Sie die besten Optionen bereits kennen, ist ein RFP oftmals nicht notwendig. In solchen Fällen können Sie sich darauf konzentrieren, direkt Ihre bevorzugte Service-Desk-Software zu bewerten:

RFI vs. RFP vs. RFQ: Was sind die Unterschiede?

Wenn Sie entscheiden wollen, wie Sie Service-Desk-Software beschaffen, hilft es, die Unterschiede zwischen RFI, RFP und RFQ zu kennen. Ein RFI dient der Einholung allgemeiner Informationen, ein RFP fordert detaillierte Angebote an und ein RFQ fragt gezielt Preise ab. Nicht jeder Einkauf benötigt ein RFP – wählen Sie mit Bedacht, um unnötige Schritte zu sparen und zügig zum Ziel zu kommen:

DokumenttypZweckWann verwenden?Was sollte enthalten sein?Erforderlicher Detailgrad
Request for Information (RFI)Allgemeine Informationen über die Fähigkeiten des Anbieters einholenWenn Sie sich einen Überblick über den Markt oder technologische Möglichkeiten verschaffen möchtenAnbieterdetails, angebotene Services, TechnologieüberblickNiedrig
Request for Proposal (RFP)Detaillierte Angebote von Anbietern einholenWenn ein komplexes Projekt mit spezifischen Anforderungen anstehtProjektziele, detaillierte Anforderungen, BewertungskriterienMittel bis hoch
Request for Quotation (RFQ)Spezifische Preise für definierte Lösungen einholenWenn Sie genau wissen, was Sie brauchen, und Preise vergleichen möchtenDetaillierte Preisaufstellung, Lieferbedingungen, ZahlungsmodalitätenMittel

Häufige Fehler bei RFPs, die Sie vermeiden sollten

Wer ein RFP überstürzt oder wichtige Details auslässt, riskiert Verwirrungen, Zeitverlust oder die Wahl eines ungeeigneten Anbieters. Wenn Sie die häufigsten Fehler vermeiden, wird die Auswahl der richtigen Service-Desk-Software für Ihr Team deutlich einfacher. Sehen wir uns einige Fallstricke an, auf die Sie achten sollten:

Unzureichender Hintergrund oder Kontext

Ohne angemessenen Hintergrund oder Kontext können Anbieter Ihre Anforderungen nicht vollständig nachvollziehen. Das kann zu Angeboten führen, die nicht zielführend sind. Teilen Sie die Mission Ihres Unternehmens, Ihre Ziele und relevante Herausforderungen mit. So können Anbieter ihre Lösungen gezielt auf Ihre individuelle Situation zuschneiden.

Fehlendes oder unklar definiertes Budget

Wenn kein Budget angegeben wird, können die Angebote der Anbieter weit am Ziel vorbeigehen. Anbieter müssen wissen, welchen Betrag für die Service-Desk-Software Sie einplanen. Kommunizieren Sie Ihr Budget offen, um Zeitverschwendung mit unerschwinglichen Optionen zu vermeiden und um realistische Angebote zu gewährleisten.

Unklare Anforderungen oder juristischer Fachjargon

Wenn Ihre Anforderungen vage oder mit juristischem Fachjargon versehen sind, könnten Anbieter Ihre Bedürfnisse missverstehen. Legen Sie klar dar, was Sie suchen—und zwar in verständlichen Worten. Verzichten Sie auf Juristendeutsch, damit alle Beteiligten die Erwartungen und zu liefernden Ergebnisse verstehen.

Keine Bewertungskriterien mitgeteilt

Ohne Bewertungskriterien wissen Anbieter nicht, worauf Sie besonderen Wert legen. Teilen Sie Ihre Kriterien im Vorfeld mit, um Angebote zu erhalten, die auf Ihre Prioritäten zugeschnitten sind. So können Sie die Optionen fair vergleichen und die beste Lösung auswählen.

Kein Standardformat für Anbieterantworten

Wenn Sie kein Standardformat vorgeben, können die Antworten der Anbieter sehr unterschiedlich ausfallen, was Vergleiche erschwert. Stellen Sie eine Vorlage oder einen Leitfaden für die Antworten bereit. Das sorgt für Konsistenz und erleichtert die Bewertung und den direkten Vergleich der Angebote.

Stellen Sie Ihr Service-Desk-Software-RFP-Team zusammen

Ein gutes RFP entsteht nicht im Alleingang; es braucht die Meinung und Anforderungen einer bereichsübergreifenden Gruppe. Die Einbindung der richtigen Personen von Anfang an kann Risiken minimieren und späteren Mehraufwand verhindern. Sehen wir uns an, wer Teil Ihres RFP-Teams sein sollte und warum:

Projekt-Sponsor

Der Projekt-Sponsor stellt die Autorität und die Ressourcen bereit, die für den RFP-Prozess notwendig sind. Er sorgt dafür, dass das Vorhaben mit den strategischen Zielen übereinstimmt, und hat das letzte Wort bei wichtigen Entscheidungen. In der Regel ist dies jemand aus dem oberen Management, z. B. ein CTO oder Abteilungsleiter, der das Projekt im Unternehmen fördert.

Fachexperten

Fachexperten bringen detailliertes Wissen über die Bereiche ein, die von der Service-Desk-Software betroffen sind. Sie sorgen dafür, dass alle technischen und betrieblichen Anforderungen im RFP enthalten sind. In Ihrem Team könnten das IT-Manager, Netzwerkadministratoren oder Systemarchitekten sein, die die technische Landschaft kennen.

Einkäufer oder RFP-Ersteller

Einkaufsspezialisten oder erfahrene RFP-Ersteller sorgen dafür, dass das Dokument richtig aufgebaut ist und alle erforderlichen Abschnitte enthält. Sie unterstützen bei den Verhandlungen mit den Anbietern und stellen die Einhaltung von Beschaffungsrichtlinien sicher. Diese Gruppe umfasst oft Einkaufsleiter oder erfahrene RFP-Berater.

Endanwender und Stakeholder

Endanwender und Stakeholder liefern Einblicke in die täglichen Herausforderungen und Abläufe, die die Software abdecken soll. Ihr Input stellt sicher, dass die Lösung den realen Bedürfnissen entspricht und die Zufriedenheit der Nutzer erhöht. Beziehen Sie beispielsweise Mitarbeiter aus dem Kundensupport, Abteilungsleiter oder andere Teammitglieder ein, die regelmäßig mit der Software arbeiten werden.

Legen Sie Muss-Kriterien & Ziele fest

Bevor Sie ein RFP versenden, sollte Ihr Team eindeutig definieren, was die neue Lösung können muss – und warum. Gemeinsames Verständnis über Schmerzpunkte, Ziele und nicht verhandelbare Anforderungen hilft Anbietern, passgenaue Angebote zu machen und erleichtert Ihnen die Bewertung. Identifizieren Sie folgende Kernpunkte, bevor Sie weitermachen:

  • Schwachstellen des aktuellen Systems: Mit welchen Problemen kämpfen Sie derzeit? Vielleicht ist Ihre aktuelle Service-Desk-Software langsam oder bietet keine Integrationsmöglichkeiten. Diese Schmerzpunkte zu erkennen hilft Ihnen, eine Lösung zu finden, die gezielt darauf eingeht.
  • Erforderliche Verbesserungen und Erfolgskriterien: Welche Verbesserungen benötigen Sie und wie messen Sie den Erfolg? Wenn schnellere Reaktionszeiten ein Ziel sind, definieren Sie, was „schneller“ für Ihr Team bedeutet.
  • Funktionale, technische und Compliance-Anforderungen: Welche speziellen Funktionen und Compliance-Vorgaben müssen erfüllt werden? Geben Sie Anbietern Bescheid, ob Sie beispielsweise Mehrsprachigkeit oder DSGVO-Konformität benötigen.
  • Nutzerrollen, Nutzungshäufigkeit, Workflows: Wer wird die Software nutzen und wie? Erstellen Sie ein Bild der Nutzerrollen und Arbeitsabläufe, damit die Lösung zu den täglichen Prozessen Ihrer Organisation passt.
  • Bevorzugte Bereitstellungsform: Benötigen Sie eine Cloud-Lösung oder eine On-Premises-Implementierung? Berücksichtigen Sie Ihre IT-Infrastruktur und die künftigen Skalierungspläne bei der Entscheidung.

Erstellen Sie das Service-Desk-Software-RFP

Jetzt ist es an der Zeit, alle Informationen in einem klaren, strukturierten RFP-Dokument zu bündeln. Ein gut organisiertes und vollständiges RFP erleichtert es den Anbietern, gezielt zu antworten, und Ihrem Team, diese Antworten zu bewerten. Das sollte Ihr RFP enthalten:

1. Zusammenfassung für Führungskräfte

Die Zusammenfassung für Führungskräfte sollte einen Überblick auf hoher Ebene über Ihr Projekt geben. Erklären Sie den Zweck der Ausschreibung (RFP), die Ziele Ihrer Organisation und das Problem, das Sie lösen möchten. Dies bildet die Grundlage, damit Anbieter Ihre Bedürfnisse schnell verstehen. Halten Sie sich kurz und geben Sie genug Kontext, ohne dabei mit Details zu überfrachten.

2. Leistungsumfang

Beschreiben Sie, was Sie vom Anbieter erwarten. Fügen Sie konkrete Aufgaben, zu liefernde Ergebnisse sowie etwaige Zeitpläne oder Meilensteine hinzu. Dadurch können Anbieter den Umfang und die Komplexität des Projekts besser einschätzen. Seien Sie klar hinsichtlich dessen, was im Umfang enthalten ist und was nicht, um Missverständnisse zu vermeiden.

3. Technische Anforderungen

Führen Sie die technischen Spezifikationen auf, die Ihre neue Software erfüllen muss. Nennen Sie die Kompatibilität mit bestehenden Systemen, erforderliche Integrationen sowie Leistungsanforderungen. Klare technische Anforderungen verhindern, dass Anbieter Lösungen vorschlagen, die für Sie nicht geeignet sind.

4. Qualifikationen des Anbieters

Geben Sie an, welche Qualifikationen und Erfahrungen Sie sich von einem Anbieter wünschen. Dies kann frühere Projekte, Branchenkenntnisse oder Zertifizierungen umfassen. Zu wissen, mit wem Sie es zu tun haben, hilft, sicherzustellen, dass der Anbieter Ihre Anforderungen erfüllen kann.

5. Sicherheits- und Compliance-Anforderungen

Beschreiben Sie alle Sicherheitsstandards oder Compliance-Anforderungen, die die Software erfüllen muss. Ob es sich um die DSGVO oder eine andere Norm handelt, Anbieter müssen dies im Voraus wissen. So ist sichergestellt, dass die vorgeschlagenen Lösungen sicher und regelkonform sind.

6. Erwartungen an Implementierung und Schulung

Erklären Sie, wie Sie sich die Umsetzung vorstellen und welche Schulungen Ihr Team benötigt. Nennen Sie Zeitpläne und Ihre Erwartungen an den Support. So können Anbieter planen, wie sie die Lösung einführen und Ihr Team darauf vorbereiten.

7. Preisgestaltung und Lizenzierung

Geben Sie an, wie Sie die Preisangaben aufgeschlüsselt haben möchten. Erklären Sie, ob Sie eine Übersicht nach Modul, Nutzer oder Funktion benötigen. So können Sie Kosten besser vergleichen und das finanzielle Engagement besser einschätzen.

8. Vertragsbedingungen

Nennen Sie vorläufige Vertragsbedingungen oder Konditionen, die Anbieter kennen sollten. Dazu können Gewährleistungsfristen, Supportvereinbarungen oder Kündigungsklauseln gehören. Klare Vertragsbedingungen helfen Anbietern, den rechtlichen Rahmen zu verstehen.

9. Einreichungsanweisungen

Geben Sie detaillierte Anweisungen, wie Anbieter ihre Vorschläge einreichen sollen. Nennen Sie Fristen, Formatvorgaben und Kontaktinformationen für Rückfragen. Klare Einreichungsanweisungen stellen sicher, dass die Vorschläge einheitlich eingereicht werden und leicht zu prüfen sind.

Definieren Sie Ihre Bewertungskriterien

Klar definierte Bewertungskriterien helfen, den Entscheidungsprozess objektiv, transparent und an den Unternehmenszielen ausgerichtet zu halten. Legen Sie diese Kriterien fest, bevor Sie Angebote prüfen, um Voreingenommenheit zu vermeiden und Konsistenz zu gewährleisten. So legen Sie fest, was am wichtigsten ist, wenn Sie Service-Desk-Software bewerten:

Was zählt am meisten?

Wählen Sie 3–5 gewichtete Kategorien, die zu Ihren Zielen und Prioritäten passen. So konzentrieren Sie sich auf das, was für Ihre Organisation wirklich wichtig ist. Häufige Bewertungskategorien für Service-Desk-Software in Ausschreibungen sind zum Beispiel:

  • Funktionalität
  • Benutzererfahrung
  • Integrationsmöglichkeiten
  • Kosten
  • Anbietersupport

Nutzen Sie eine Bewertungstabelle

Eine Bewertungstabelle ermöglicht es Ihnen, den ausgewählten Kategorien Gewichtungen zuzuweisen, die deren Bedeutung für Ihr Team widerspiegeln. Wenn beispielsweise die Funktionalität entscheidend ist, kann sie ein höheres Gewicht als die Kosten erhalten. Bewerten Sie jedes Kriterium auf einer Skala von 1–5 oder 1–10, um zu quantifizieren, wie gut jedes Angebot Ihren Anforderungen entspricht. Passen Sie die Gewichtungen basierend auf internen Prioritäten an, damit die Matrix Ihre Ziele widerspiegelt.

Klären Sie Ihren Bewertungsprozess

Definieren Sie, wer die Angebote bewertet und wie die Bewertung abläuft. Verwenden Sie eine standardisierte Bewertungsrichtlinie, um Konsistenz und Fairness zu gewährleisten. Planen Sie ein Treffen mit allen Bewertenden, bevor die Bewertung beginnt, um Erwartungen und Kriterien abzustimmen. So stellen Sie sicher, dass alle den Prozess verstehen und die Angebote nach denselben Maßstäben beurteilen.

Das Service-Desk-Software-RFP veröffentlichen

Das Versenden des RFP bedeutet mehr, als es einfach zu verschicken; es geht darum, den Anbietern die richtigen Zugänge, Zeitpläne und Anweisungen zu geben, damit sie effektiv reagieren können. Ein reibungsloser Verteilungsprozess bestimmt die Qualität der eingehenden Angebote. So managen Sie den Prozess optimal:

Wählen Sie die passende Distributionsmethode

Gängige Möglichkeiten zur Verteilung eines RFP sind E-Mail, RFP-Softwareplattformen oder Beschaffungsportale. Ein zentrales System hilft Ihnen, Antworten nachzuverfolgen und den Überblick zu behalten. Erwägen Sie, eine Anbieter-Kontaktliste beizulegen oder ein rollenbasiertes Postfach zu verwenden, damit alle Anfragen bei den richtigen Personen ankommen. So bleibt die Kommunikation klar und effizient.

Setzen Sie klare zeitliche Erwartungen

Legen Sie einen klaren Zeitplan fest und nehmen Sie ihn direkt ins RFP auf, damit die Anbieter sich daran orientieren können. Ein typischer RFP-Zeitplan könnte so aussehen:

  • Veröffentlichungsdatum des RFP
  • Fragerunde für Anbieter
  • Frist für die endgültige Einreichung
  • Phase der Bewertung und Auswahl

Das Teilen dieses Zeitplans hilft den Anbietern, ihre Antworten zu planen, und stellt sicher, dass Sie die Vorschläge rechtzeitig erhalten.

Geben Sie Einreichungsvorgaben vor

Anbieter brauchen klare Anweisungen, um Angebote korrekt einzureichen. Geben Sie akzeptierte Dateiformate wie PDF, Word oder Excel-Vorlagen an und nennen Sie den bevorzugten Übermittlungsweg, z. B. ein Upload-Portal oder eine Antwort-Mailbox. Geben Sie an, ob bestimmte Vorlagen oder Formulare verwendet werden müssen, und erläutern Sie Ihre Regelung zu verspäteten Einreichungen. Das reduziert Missverständnisse und stellt sicher, dass Sie vollständige, einheitliche Angebote erhalten.

Angebote bewerten & Anbieter in die engere Auswahl nehmen

Jetzt zahlt sich das strukturierte Vorgehen aus, wenn Ihr Team die Anbieterantworten selbstbewusst auf eine Shortlist verdichtet. Konsistenz, Objektivität und Zusammenarbeit sind für alle Beteiligten der Schlüssel bei der Bewertung. So evaluieren und wählen Sie Anbieter effektiv aus:

  • Angebote organisieren und für die Bewertung aufbereiten: Sammeln Sie alle Angebote in einem einheitlichen Format, damit sie leichter vergleichbar sind. Verwenden Sie einen gemeinsamen Ordner oder eine Plattform, damit Ihr ganzes Team problemlos auf die Unterlagen zugreifen kann.
  • Bewertungstabelle nutzen: Wenden Sie Ihre Bewertungsmatrix an, um jedes Angebot nach den festgelegten Kriterien zu beurteilen. Das hält den Auswahlprozess objektiv und sorgt dafür, dass Sie Ihre wichtigsten Anforderungen im Blick behalten.
  • Demos und Gespräche terminieren: Vereinbaren Sie Demos oder Gespräche mit den besten Anbietern, um deren Lösungen in Aktion zu sehen. Wie gut passen sie auf Ihre spezifischen Bedürfnisse? Dieser Schritt liefert Einblicke, die schriftliche Angebote nicht bieten.
  • Referenzen prüfen: Kontaktieren Sie Referenzkunden, um Rückmeldungen zu den bisherigen Leistungen des Anbieters zu erhalten. Waren sie zuverlässig und unterstützend? Erfahrungen aus der Praxis zeigen, ob ein Anbieter wirklich zu Ihrem Team passt.
  • Unklare Punkte im Angebot klären: Wenden Sie sich an Anbieter, falls etwas in ihrem Angebot unklar ist. Gehen Sie nicht von Annahmen aus—stellen Sie gezielte Fragen, damit Sie alle Informationen für eine fundierte Entscheidung haben.

Anbieter auswählen & benachrichtigen

Sobald Ihr Team einen Anbieter ausgewählt hat, sind die abschließenden Schritte genauso wichtig wie der Bewertungsprozess. Eine klare, professionelle Kommunikation mit allen Anbietern—mit ausgewählten wie auch mit abgelehnten—ist entscheidend. Stimmen Sie sich intern ab, bevor der Vertragsabschluss bevorsteht. Die wichtigsten Schritte sind:

Ausgewählte und nicht ausgewählte Anbieter informieren

Eine zeitnahe und respektvolle Kommunikation mit allen Anbietern wahrt die Professionalität und stärkt die Beziehungen. Versenden Sie eine kurze Dankesnachricht oder geben Sie gegebenenfalls ein grobes Feedback. Diese Vorgehensweise hält die Tür für zukünftige Möglichkeiten offen und fördert ein gutes Verhältnis zu den Anbietern.

Bereiten Sie sich auf die finalen Verhandlungen vor

Bevor Sie in die finalen Verhandlungen gehen, identifizieren Sie typische Themen, die besprochen werden müssen, etwa Preisgestaltung, SLAs und Vertragsbedingungen. Legen Sie im Vorfeld die sogenannten „Walk-away“-Punkte Ihres Teams fest und arbeiten Sie mit einer Checkliste oder Agenda, um fokussiert zu bleiben. Diese Vorbereitung sorgt für effiziente und zielführende Verhandlungen.

Sorgen Sie für interne Abstimmung vor der Unterzeichnung

Holen Sie die erforderlichen Genehmigungen wie die Freigabe durch die Geschäftsleitung oder die Finanzabteilung ein und führen Sie eine rechtliche oder Beschaffungsprüfung durch. Fassen Sie die wichtigsten Entscheidungsfaktoren zusammen, damit interne Prüfer zügig vorankommen. Diese Abstimmung stellt sicher, dass alle vor der Vertragsunterzeichnung auf dem gleichen Stand sind.

Wie geht es weiter:

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