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Da wir weiterhin die Realität von Remote-Arbeit und einer digitalisierten Welt erleben, spielt Technologie eine immer größere Rolle dabei, Unternehmensziele zu erreichen. Da der menschliche Faktor im Geschäftsleben, der früher oft Qualitätsmängel bei Produkten oder Dienstleistungen ausglich, zurückgegangen ist, hilft die Technik jetzt dabei, das Fehlen physischer Interaktionen zu überbrücken.

Veränderte Kundenwünsche haben daher dazu geführt, dass sich das Gebiet der Qualitätssicherung zu Quality Engineering (QE) weiterentwickelt hat. Dieses umfasst alle Geschäftsprozesse und alle Phasen der Kundenerfahrung, um sicherzustellen, dass es zwischen den einzelnen Stufen keine Qualitätsabweichungen gibt.

Was können wir von QE erwarten, während sich dieses Feld weitere Standbeine in unterschiedlichen Geschäftssektoren verschafft – von der QE-Software-Entwicklung und Fertigung über Gesundheitstechnologien bis hin zur Luft- und Raumfahrt? Hier sind einige wichtige Trends, die im Bereich Quality Engineering auf jeden Fall beobachtet werden sollten.

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1. Kundenerlebnis im Mittelpunkt

Früher waren Wirtschaftlichkeit, Produktqualität, Markteinführungszeit und Kundenerlebnis (Customer Experience/CX) allesamt mehr oder weniger gleich wichtig. Heute stehen hochwertiges Kundenerlebnis und exzellente CX ganz oben auf der Liste der Erwartungen an ein angesehenes Unternehmen. Das Hauptziel ist es mittlerweile, den Kunden zufriedenzustellen. Eigenschaften wie Sicherheit, Performance, Barrierefreiheit, Benutzeroberflächen (UI) und Benutzererlebnis (UX) sind besonders wichtig für die Validierung.

Um Unternehmen bei einem herausragenden Kundenerlebnis zu unterstützen, müssen QE-Spezialisten genau verstehen, was der Kunde will – und ebenfalls, was das Unternehmen als Anbieter leisten kann. Zum Beispiel testet mein Team mit Tausenden von Testern eine breite Palette von Kundendiensten und nutzt dabei unterschiedliche Strategien wie kontinuierliches Performance-Monitoring, Crowdtesting und geräteübergreifende Tests. Ein durchgängiges Element unserer Arbeit ist, dass wir regelmäßig innehalten und reflektieren: Passt das zum Bedarf des Kunden? Sollte es auf diese Weise umgesetzt werden?

Beim Testen im Bereich CX haben unsere Ingenieure festgestellt, dass sie das Unternehmen, seine Dienstleistung/Produkte und die verwendeten Technologien vollständig verstehen müssen. Nur so kann ein QE-Team beurteilen, ob etwas korrekt implementiert wurde, zu den Geschäftsprozessen passt und die Erwartungen der Nutzer erfüllt. Eine solche Validierung setzt vor allem den Einsatz von Simulationstechniken voraus, um das Problem zu virtualisieren. Zudem erfordert gutes Kundenerlebnis, dass das QE-Team menschliche Psychologie, das Zielunternehmen und dessen Prozesse versteht.

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2. Quality Engineering ist mehr als nur Testen

Interaktivere Formate für das Kundenerlebnis haben sich entwickelt und werden 2023 eine größere Rolle spielen. Beispielsweise ermöglicht die digitale Transformation von Kundenerlebniszentren, dass Kunden Produkte online ausprobieren können – während QE-Teams gleichzeitig wertvolle, messbare Testdaten sammeln und in die Entwicklungsprozesse zurückspielen. Während sich Qualitätssicherung im Zuge neuerer Softwareentwicklungs- und Nutzungsmodelle hin zu Quality Engineering entwickelt, wird das Testen zu einer Qualitätsorchestrierung über den gesamten Geschäfts- und/oder Technologie-Lebenszyklus.

So wird von QE nicht nur erwartet, dass sie die funktionalen und nicht-funktionalen Aspekte der Systeme validieren, sondern auch, dass sie als Hüter der Qualität innerhalb der jeweiligen Geschäftsprozesse agieren und bessere Geschäftsergebnisse als Erfolgskriterium übernehmen. Auf diese Weise erweitert QE seine Aktivitäten von der technischen Absicherung über die Business Absicherung bis hin zur Markenabsicherung. Die Zeiten isolierter Tests sind vorbei – der Wandel zum individuellen Quality Engineering geht weiter.

3. Schwerpunkt auf AI und Machine Learning

Welche Technologien gerade angesagt sind, werden auch zu den Prioritäten, die im QE umgesetzt werden. Qualitätssicherung erfordert heute Fachwissen in vielen Bereichen – dazu zählen künstliche Intelligenz (AI), maschinelles Lernen (ML), das Internet der Dinge (IoT) und Blockchain. Um Qualitätssicherung für Unternehmen mit diesen Technologien zu ermöglichen, ist entsprechendes Expertenwissen notwendig. Das bedeutet, dass Ingenieure zusätzliche Zertifikate erwerben müssen, um mit diesen Technologien arbeiten zu können.

Der Einsatz von AI- und ML-Algorithmen im Bereich Testautomatisierung nimmt Fahrt auf. Bereiche, in denen AI genutzt wird, sind zum Beispiel Testoptimierung, AI-basierte UI-Tests und API-Tests. Wir werden weiterhin beobachten, wie AI bei Testverfahren zum Einsatz kommt und wie Standards für AI-gestützte Testautomatisierungsprozesse gesetzt werden.

Da sich wechselnde Kundenwünsche oder neue Technologien immer wieder auf Geschäftstrends auswirken, bestimmen diese Trends direkt, welche Technologien und Systeme QE-Teams erlernen müssen. Wenn zum Beispiel ein Logistikunternehmen Drohnen in seinen Lieferdienst integrieren möchte, müssen QE-Teams sich Fachwissen zur Drohnenlieferung aneignen und die Implementierung des neuen Systems überwachen. Daher müssen Qualitätssicherungsingenieure mit den Veränderungen Schritt halten, um die ordnungsgemäße Implementierung neuer Systeme sicherzustellen.

4. Die Grenzen zwischen den Branchen verschwimmen

Ich vermute, wir werden eine stärkere Verwischung der Grenzen zwischen Branchen erleben, da Innovationen, die in einer Branche entstehen, von anderen übernommen werden und diese beeinflussen. Dies zeigt sich im E-Commerce und in den Finanzdienstleistungen ebenso wie im Gesundheits- und Versicherungswesen. Dadurch werden Technologien aus beiden Welten zusammengeführt.

Es gibt mehrere Beispiele, an denen wir diese Verwischung von Grenzen beobachten können. Zum Beispiel wurde Blockchain ursprünglich als Innovation im Finanzdienstleistungsbereich konzipiert, ist heute jedoch überall präsent. Und Augmented Reality/Virtual Reality, das man ursprünglich auf Spiele und Unterhaltung beschränkt sah, findet heute in allen Branchen Anwendung. Die Technologie wird nun genutzt, um Kund:innen ein Filialbank-Erlebnis zu bieten, und sogar im Gesundheitswesen sowie in den Life-Sciences-Bereichen eingesetzt.

Die Übernahme von Technologien aus einer Branche in die andere verbessert nicht nur die Kundenerfahrung, sondern führt auch zu nahtloseren Geschäftsprozessen.

Über das Testen hinausgehen

Qualitätsengineering geht heute über das bloße Testen hinaus, bei dem lediglich geprüft wird, ob eine Technologie funktioniert. QE-Spezialist:innen müssen nicht nur die Technik kennen, sondern auch die Methoden kennen, mit denen Qualität für eine gute Kundenerfahrung orchestriert wird – ebenso wie die Geschäftsprozesse und Anforderungen, die adressiert werden müssen.

Die Rolle des Qualitätsengineerings im Test- und Feedback-Zyklus sichert die erfolgreiche Einführung neuer Systeme und speist die Innovation zurück ins System. Durch die kontinuierlichen Verbesserungen, die QE für Kund:innen ermöglicht, werden die Produkte besser und Innovationen weiter vorangetrieben. Daher ist das Qualitätsengineering sowohl ein Mittel für das Testen als auch ein Treiber für kontinuierliche Verbesserung – als der letzte Katalysator, der das Endprodukt oder die Dienstleistung verbessert. 

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