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Identitätsdiebstahl hat sich von einfachem Diebstahl einer Geldbörse zu ausgeklügelten Cyberkriminalitäten entwickelt, von denen jedes Jahr Millionen betroffen sind. Von groß angelegten Datenpannen bis hin zu maßgeschneiderten Social-Engineering-Betrügereien nehmen die Risiken zu, und der Schutz der eigenen Person erfordert Bewusstsein und proaktives Handeln – eine Realität, auf die jeder vorbereitet sein muss. 

Der Aufstieg der sozialen Medien, weit verbreitete Datenlecks und sich ständig weiterentwickelnde Methoden von Cyberkriminellen machen es Kriminellen immer leichter, persönliche Informationen zu stehlen und Betrug zu begehen.

Hier erfahren Sie, was Sie wissen müssen und wie Sie sich verteidigen können, wenn Sie vermuten, dass Ihre Identität kompromittiert wurde.

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Die moderne Landschaft des Identitätsdiebstahls

Es ist keine Überraschung, dass der technologische Fortschritt Identitätsdiebstahl für Kriminelle einfacher und profitabler gemacht hat. So sind soziale Medien zum Beispiel eine wahre Fundgrube für persönliche Details. Denken Sie nur einmal daran, wie viele Informationen Menschen online teilen, zum Beispiel Geburtsdaten, Haustiernamen und Lieblingsurlaubsziele – all das kann benutzt werden, um Sicherheitsfragen zu beantworten oder ein überzeugendes Profil für eine Identitätsimitation zu erstellen. Sie denken vielleicht, dass Sie nur für Freunde posten, aber Betrüger lauern im Hintergrund und setzen aus einzelnen Puzzleteilen ein perfektes Profil für ihr nächstes Opfer zusammen.

Machen Sie einen Moment Pause und scrollen Sie durch Ihre eigenen Social-Media-Feeds. Was könnte jemand allein durch flüchtiges Betrachten über Sie herausfinden? Teilen Sie womöglich zu viele Informationen? Was wäre, wenn diese Daten in die falschen Hände geraten würden?

Abseits der sozialen Medien schüren riesige Datenlecks das Problem weiter. Ich erinnere mich, wie vor acht Jahren durch die Equifax-Panne die persönlichen Daten von fast 150 Millionen Amerikanern offengelegt wurden. Das bedeutet, dass Millionen von Sozialversicherungsnummern, Adressen und sogar Führerscheindaten Kriminellen quasi auf dem Silbertablett serviert wurden.

Sind diese Daten erst einmal im Umlauf, können sie jahrelang im Dark Web zirkulieren und für massenweise Betrugsfälle und Betrügereien missbraucht werden.

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Einfache, effektive Wege zum Schutz Ihrer sensiblen Daten

Identitätsdiebstahl zu verhindern hat nichts mit teuren Tools oder kostspieligen Diensten zu tun. Kriminelle suchen sich leichte Opfer, deshalb machen bereits kleine Änderungen in Ihren Gewohnheiten einen großen Unterschied beim Schutz Ihrer Identität und sorgen dafür, dass Sie ein schwereres Ziel werden.

  1. Schützen Sie Ihre Social-Media-Profile: Denken Sie darüber nach, was Sie online teilen. Optimieren Sie Ihre Privatsphäre-Einstellungen und überlegen Sie zweimal, bevor Sie persönliche Informationen posten, die zur Identitätsübernahme missbraucht werden könnten.
  2. Passwörter regelmäßig ändern und stärken: Jeder kennt diesen Tipp, aber wie viele beherzigen ihn wirklich? Ein und dasselbe Passwort für mehrere Konten zu verwenden, ist ein enormes Risiko. Nutzen Sie einen Passwort-Manager, um starke, einzigartige Passwörter zu erstellen und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, um eine zusätzliche Schutzebene zu erzielen. Der Aufwand lohnt sich – er ist nichts im Vergleich zu dem Stress, der Identitätsdiebstahl verursacht.
  3. Schreddern statt entsorgen: Identitätsdiebstahl findet nicht nur digital statt. Auch physische Post – besonders Kontoauszüge, vorab genehmigte Kreditangebote oder selbst Angaben auf Paketen – kann für Betrüger eine Goldgrube sein. Schreddern Sie alles, was persönliche Informationen enthält, bevor Sie es entsorgen.
  4. VPN in öffentlichem WLAN nutzen: Wir lieben kostenloses WLAN, aber Hacker auch. Wenn Sie unterwegs sensible Dinge tun, wie etwa das Einsehen von Bankkonten oder das Bezahlen von Rechnungen, sollten Sie immer ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) nutzen, um Ihre Daten vor neugierigen Blicken zu schützen.

Handeln Sie schnell, wenn Ihre Identität kompromittiert wurde

Trotz bester Vorsichtsmaßnahmen kann Identitätsdiebstahl passieren. Wenn Sie vermuten, dass Ihre persönlichen Informationen kompromittiert wurden, bleiben Sie ruhig – aber handeln Sie rasch. Je schneller Sie reagieren, desto größer ist die Chance, Schaden zu begrenzen.

  1. Setzen Sie einen Betrugsalarm: Der erste Schritt ist die Kontaktaufnahme mit einer großen Auskunftei (Experian, Equifax oder TransUnion) und das Einrichten eines Betrugsalarms für Ihr Konto. So wird es für Betrüger deutlich schwerer, in Ihrem Namen neue Konten zu eröffnen, denn Kreditgeber müssen Ihre Identität vorher prüfen.
  2. Bericht bei der FTC einreichen: Besuchen Sie IdentityTheft.gov und reichen Sie einen Bericht ein. Die FTC hilft Ihnen mit einem individuellen Wiederherstellungsplan und stellt Dokumente bereit, die Sie gegenüber Gläubigern oder Strafverfolgungsbehörden verwenden können.
  3. Sperren Sie Ihr Konto: Gehen Sie noch einen Schritt weiter und frieren Sie Ihre Kreditwürdigkeit ein, sodass niemand Zugriff auf Ihren Schufa-Bericht erhält. Das ist eine der effektivsten Methoden, um neue Konteneröffnungen in Ihrem Namen zu verhindern. Im Unterschied zum Betrugsalarm müssen Sie hierfür jede der drei Auskunfteien einzeln kontaktieren.

Neue Methoden beim Identitätsdiebstahl – worauf Sie achten sollten

Die Zeiten, in denen Diebe noch im Müll nach sensiblen Daten suchten, sind größtenteils vorbei. Die heutigen Kriminellen sind deutlich kreativer und nutzen hochentwickelte Technologien, um Straftaten zu begehen. Eine Methode, das sogenannte Credential Stuffing, besteht darin, gestohlene Benutzernamen und Passwörter aus vergangenen Datenpannen zu verwenden, um Zugang zu Ihren Konten zu erhalten. Viele Menschen verwenden dasselbe Passwort auf mehreren Webseiten, sodass es für Kriminelle ein Leichtes ist, alte Zugangsdaten zu testen.

Eine weitere neue Bedrohung ist das SIM-Swapping. Dabei überreden Diebe Ihren Mobilfunkanbieter, Ihre Telefonnummer auf eine neue SIM-Karte zu übertragen und erlangen so die Kontrolle über Ihr Telefon. Damit können sie Zwei-Faktor-Authentifizierungsnachrichten abfangen und auf Bankkonten sowie andere sensible Dienste zugreifen. Das ist eine erschreckende Erinnerung daran, dass unsere Handys trotz ihres Komforts auch eine Schwachstelle darstellen, wenn sie nicht richtig gesichert sind.

Bildung ist entscheidend

Kriminelle entwickeln ihre Methoden ständig weiter, daher müssen Sie immer einen Schritt voraus sein. Kontinuierliche Aufklärung ist Ihr bester Schutz – sei es durch Workshops in der Gemeinde oder indem Sie sich über die neuesten Betrugsmaschen und Präventionsmaßnahmen informieren. Wenn wir uns und unser Umfeld regelmäßig fortbilden, schaffen wir eine Kultur, in der die persönliche Sicherheit Priorität hat.

Der Kampf gegen Identitätsdiebstahl dient nicht nur dem Schutz unserer Finanzen, sondern auch unseres Sicherheitsgefühls. Ergreifen Sie diese Maßnahmen, um Ihre persönlichen Daten zu schützen, bevor Sie selbst Opfer eines Identitätsdiebstahls werden.

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