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Wenn der Black Friday naht, überdeckt die Vorfreude auf unglaubliche Schnäppchen oft die lauernden Risiken. Der Black Friday ist berüchtigt für vermehrte Cybervorfälle, aber es geht längst nicht mehr nur um Kreditkartenbetrug oder Bedrohungen an Kassenterminals (POS). Wir müssen über diese bekannten Risiken hinausblicken und auch die weniger bekannten, aber genauso gefährlichen Arten von Cyberangriffen in Betracht ziehen, die derzeit zunehmen.

Während sich Käufer und Unternehmen auf eine Rekordsaison beim Umsatz vorbereiten, sind Cyberkriminelle ebenso bestrebt, vom Chaos zu profitieren. Der Black Friday bietet Hackern die ideale Gelegenheit, ahnungslose Verbraucher und überforderte Unternehmen mit einer Vielzahl von Betrugsmaschen auszunutzen – von Phishing-E-Mails bis hin zu gefälschten Webseiten mit sensationellen Angeboten.

In diesem Leitfaden zeige ich die wichtigsten Cyberbedrohungen auf, vor denen Sie sich dieses Jahr am Black Friday in Acht nehmen sollten, und gebe neun Tipps, wie Sie Ihr Unternehmen vor Cyberkriminalität während der Feiertagssaison schützen können.

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Ein Anstieg der Cyberkriminalität zu den Feiertagen

Cyberkriminelle gedeihen im Chaos – und es gibt keine bessere Gelegenheit als den Einkaufstrubel am Black Friday. Untersuchungen von Darktrace verzeichneten einen Anstieg von 30 % bei Ransomware-Angriffen während der Feiertage gegenüber dem monatlichen Durchschnitt, wobei sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen ins Visier genommen wurden. Das erhöhte Volumen an Online-Transaktionen in Kombination mit abgelenkten Schnäppchenjägern schafft einen perfekten Nährboden für Cyberattacken.

Während in vergangenen Jahren der Fokus stark auf POS-Malware und Kreditkarten-Skimming lag, hat sich die Bedrohungslage deutlich verändert. Angriffe, bei denen sensible persönliche und finanzielle Daten – wie die Millionen kompromittierter Datensätze beim Change Healthcare Vorfall – offengelegt werden, begünstigen heute ausgeklügelte Angriffsformen wie synthetischen Identitätsbetrug und "Adversary-in-the-Middle" (AitM)-Angriffe.

Dies sind keine Einzelfälle – sie bilden die Grundlage einer umfassenderen Strategie der Cyberkriminellen, um die Hektik der Feiertage auszunutzen.

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Wie Datenlecks den Feiertagsbetrug antreiben

Datenlecks mögen wie ein alter Hut erscheinen, doch ihre langfristigen Folgen sind noch lange spürbar. Gestohlene Daten landen oft im Darknet und werden an den Meistbietenden verkauft. Kriminelle nutzen diese Informationen dann auf innovative Weise, um ihre Betrugsmaschen auszuweiten.

So machen etwa datenbezogene Angriffe im Gesundheitswesen den synthetischen Identitätsbetrug besonders effektiv. Mit Zugang zu Namen, Sozialversicherungsnummern und sogar medizinischer Vorgeschichte können Angreifer Identitäten erschaffen, die von echten kaum zu unterscheiden sind.

Diese Art von Betrug ist nicht nur eine finanzielle Belastung – sie kann weitreichende Folgen haben. Die Opfer sehen sich mit jahrelanger finanzieller und emotionaler Belastung konfrontiert, von der Beseitigung betrügerischer Konten bis hin zur Wiederherstellung ihrer Kreditwürdigkeit.

Die Feiertagssaison mit ihrem Fokus auf schnelle Transaktionen und hohe Ausgaben wird so zur idealen Zeit für diese Angreifer, um Kasse zu machen.

Die wachsende Gefahr von Phishing und Fake-Angeboten

Phishing-Angriffe, die das ganze Jahr über ein großes Problem darstellen, nehmen am Black Friday noch einmal deutlich zu. Cyberkriminelle erstellen gefälschte E-Mails und Webseiten mit angeblich exklusiven Angeboten und stehlen so Anmeldedaten oder Zahlungsinformationen, wenn Opfer versuchen, einzukaufen.

Ein besonders beunruhigender Trend ist das sogenannte Smishing (Phishing via SMS), bei dem Käufer gefälschte SMS mit angeblichen Lieferbenachrichtigungen oder Bestellbestätigungen erhalten. In diesen Nachrichten sind oft schädliche Links enthalten, die beim Anklicken sensible Daten kompromittieren.

Ein Beispiel: Ein Käufer erhält eine Nachricht, die angeblich von einem großen Händler wie Amazon stammt und bei der es um ein angebliches Problem mit einer Bestellung geht. Der beigefügte Link führt auf eine täuschend echte Webseite, auf der die Login-Daten abgefragt werden – die dann gestohlen werden. Mit Zugang zu diesen Accounts können Angreifer Guthaben von Geschenkkarten abziehen, Einkäufe tätigen oder sogar hinterlegte Zahlungsmethoden ausnutzen.

So schützen Sie Ihr Unternehmen mit diesen proaktiven Maßnahmen

Da sich die Cyberbedrohungen ständig weiterentwickeln, sind sowohl Käufer als auch Unternehmen gefordert, ihre Schutzmaßnahmen zu verstärken.

Für Käufer:

  1. Quellen überprüfen: Überprüfen Sie immer die URL oder die E-Mail-Adresse des Absenders, bevor Sie auf Links in E-Mails oder Textnachrichten klicken. Offizielle Mitteilungen enthalten selten eine dringliche, druckvolle Sprache.
  2. Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) aktivieren: Eine zusätzliche Sicherheitsebene für Ihre Konten erschwert es Angreifern, Zugang zu erhalten, selbst wenn sie Ihr Passwort kennen.
  3. Kreditsperre in Erwägung ziehen: Eine Kreditsperre kann helfen, sich davor zu schützen, dass neue Konten betrügerisch in Ihrem Namen eröffnet werden.
  4. Vorsicht an Verkaufspunkten: Kund:innen sollten Automaten nutzen, die entweder im Geschäft gut überwacht oder mit Sicherheitssiegeln versehen sind (z. B. Zapfsäulen). Vermeiden Sie Terminals, die manipuliert erscheinen.
  5. RFID-Schutz: Kreditkarten mit NFC-Funktion sollten in RFID-geschützten Geldbörsen aufbewahrt werden, um unbefugtes Auslesen zu verhindern.
  6. Bezahlen direkt am Tisch: Beim Essen gehen sollte das Servicepersonal Ihre Karte nicht aus Ihrem Sichtfeld nehmen. Am sichersten ist es, wenn das Bezahlterminal zum Tisch gebracht wird.

Für Unternehmen:

  1. In Betrugserkennungs-Tools investieren: KI-gestützte Lösungen können ungewöhnliche Aktivitäten in Echtzeit erkennen und helfen Unternehmen, Betrug zu verhindern, bevor er eskaliert.
  2. Mitarbeiter:innen und Kund:innen schulen: Schulungen können Mitarbeitenden helfen, Phishing-Versuche zu erkennen, während Unternehmen ihren Kund:innen Tipps für sicheres Einkaufen geben können.
  3. Systeme regelmäßig aktualisieren: Filialen und kleinere Unternehmen sollten ihre Systeme auf dem neuesten Stand halten und professionelle Sicherheitsdienste für die Überwachung nutzen.

Abschließende Gedanken

Da die Feiertage vor der Tür stehen, ist Vorsicht das Gebot der Stunde. Es ist nicht leicht, Ihre Konten auf Anzeichen von Identitätsdiebstahl zu überwachen, aber mit Sorgfalt und Vorsichtsmaßnahmen können wir es unseren Cyber-Gegnern schwer machen.

Die Feiertage sind ohnehin schon hektisch – sorgen wir dafür, dass wir Cyberkriminellen keinen leichten Sieg schenken. 

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